Volleyball Olympia
Harte Brocken für deutsche Volleyball-Männer

Die deutschen Volleyballer bekommen es schon in der Gruppenphase des olympischen Turniers mit den Gold-Anwärtern Brasilien, Russland und Serbien sowie Polen und Ägypten zu tun.

Das deutsche Volleyball-Team der Männer muss bei ihrem ersten Olympia-Auftritt seit 1972 schon in den Gruppenspielen gegen die Gold-Aspiranten Brasilien, Russland und Serbien antreten. Außerdem warten Vizeweltmeister Polen sowie Ägypten auf die DVV-Auswahl.

"Prost Mahlzeit, das ist eine richtige Hammergruppe. Russland, Polen und Serbien sind aktuell die Top-Teams in Europa, und über Weltmeister Brasilien müssen wir nicht reden", meinte Björn Andrae. Der deutsche Kapitän, der mit seiner Truppe im Mai in Düsseldorf durch Siege über Europameister Spanien, Kuba und Taiwan die Qualifikation schaffte, gab sich kämpferisch: "Wir können alle schlagen und wollen auf jeden Fall die Vorrunde überstehen."

"Olympische Spiele sind kein Wattepusten"

In das gleiche Horn stieß Mittelblocker-Oldie Ralph Bergmann: "Schwieriger wäre es nicht möglich gewesen. Aber Olympische Spiele sind kein Wattepusten, da muss man sich halt durchsetzen." Und Teamgefährte Stefan Hübner ergänzte: "Grundsätzlich müssen wir uns nicht verstecken, wir haben gezeigt, dass wir auch die starken Teams schlagen können."

Die eigentlich als Auslosung angekündigte Zeremonie in der Zentrale des Pekinger Organisationskomitees Bocog entpuppte sich als Einteilung gemäß der aktuellen Weltrangliste des Weltverbandes Fivb. Darin rangieren Brasilien und Russland auf den Plätzen eins und zwei, die USA (3) und Bulgarien (4) wurden danach der Vorrundengruppe A mit dem international zweitklassigen Gastgeber China (Platz 21) zugeordnet. In der deutlich schwächeren A-Gruppe spielen außerdem Italien, Venezuela und Japan.

Bundestrainer Stelian Moculescu kommentierte den Ausgang des Prozederes mit typischer Ironie: "Eine leichte Gruppe. Wir können uns über das Losglück nicht beklagen. Brasilien ist die Top-Mannschaft der letzten acht Jahre, die alles gewonnen und den Volleyball stark geprägt hat. Die Russen werden in den nächsten Jahren dominieren." DVV-Präsident Werner von Moltke sah dennoch "durchaus Möglichkeiten zum Weiterkommen. Wichtig war zunächst, dass wir überhaupt in Peking dabei sind."

Das trifft auf das DVV-Frauenteam nach dem Scheitern in der Europa-Qualifikation nicht zu. In Peking wollen in der Gruppe A Kuba, die USA, Venezuela, Polen und Japan Gastgeber China die zweite Goldmedaille in Folge streitig machen. In der Gruppe B spielen Italien, Russland, Brasilien, Serbien, Kasachstan und Algerien.

© SID

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