Volleyball WM
Deutsche Volleyballer schlagen Kuba

Zweiter Sieg im zweiten Spiel für die Volleyball-Nationalmannschaft der Herren bei der WM in Japan. Nach dem 3:1 über Australien überraschte die DVV-Auswahl mit dem 3:0-Sieg über Kuba. Die Zwischenrunde ist greifbar nah.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Herren hat bei der WM in Japan im zweiten Spiel den zweiten Sieg eingefahren. Die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu siegte in Fukuoka gegen den durch eine Dopingsperre geschwächten Weltliga-Siebten Kuba 3:0 (25:14, 25:23, 25:20). Durch den überraschenden Triumph ist die Auswahl des Deutschen-Volleyball-Verbandes der Zwischenrunde einen riesigen Schritt näher gekommen. Nächster Kontrahent im Vorrunden-Pool B ist am Sonntag (8.00 Uhr MEZ) der Olympia-Fünfte Griechenland.

"Wir müssen auf dem Boden bleiben"

"Ein Riesenkompliment an die Jungs, die Nervosität vom ersten Match war weg. Diesen Sieg muss man einfach genießen", meinte Bundestrainer Stelian Moculescu. Gegenüber dem mühevollen 3:1 gegen Außenseiter Australien am Vortag steigerte sich die deutsche Auswahl gewaltig. "Aufschlag und Annahme waren diesmal perfekt", meinte Frank Dehne. Der Kapitän sprach von nun "vorhandener Euphorie", warnte aber zugleich: "Wir müssen auf dem Boden bleiben."

Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), die schon eine Partie mehr als beim enttäuschenden letzten Endrunden-Auftritt 1994 (Rang 9) gewonnen hat, ist vorerst sogar Zweiter in der Tabelle hinter Olympiasieger Brasilien (3:0 gegen Griechenland). Rang drei belegt der ebenfalls noch ungeschlagene Weltliga-Zweite Frankreich (3:1 gegen Australien). Das Trio Australien, Griechenland, Kuba ist in der Gruppe B noch ohne Pluspunkte. Vier der sechs Teams erreichen die Zwischenrunde in Hiroshima.

Feier-Verbot von Moculescu

"Nach einem Bierchen", so Moculescu, würden seine Spieler trotz der Glanztat ins Bett gehen. Feier-Verbot bis zum Erreichen der nächsten Runde hatte der Meistercoach aus Friedrichshafen schon vor der Championat erteilt. Auch Routinier Stefan Hübner denkt nicht an eine Medaille: "Zwei Siege - das heißt noch nix. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, immer 100 Prozent bringen."

Neben Mittelblocker Hübner lobte Moculescu besonders Libero Thomas Kröger für die starke Annahme und Zuspieler Simon Tischer, der die Angreifer hervorragend in Szene setzte. Tischer resümierte: "Der Erfolg war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen." Daran haperte es auch diesmal offensichtlich. Vor allem dann, wenn die Mannschaft klar in Führung lag. Im zweiten Abschnitt gelang beispielsweise erst beim siebten Satzball durch einen Netzfehler des Gegners das 25:23. Bester Punktesammler war Jochen Schöps mit 16 Zählern.

"Der Juantorena geht denen schon ab"

"Die Kubaner hatten nicht den besten Tag", fand Hübner. Auch Moculescu relativierte trotz aller Freude den Erfolg gegen den zum Auftakt gegen Titelverteidiger Brasilien (1:3) noch überzeugenden Rivalen. "Die Kubaner sind eine junge Mannschaft, da fehlt Erfahrung. Sie kommen über die Athletik, ansonsten ist da nicht viel", so der 56-Jährige: "Der Juantorena geht denen schon ab." Der Weltverband Fivb hatte unmittelbar vor dem WM-Start den herausragenden Blocker Portuondo Juantorena nach einer positiven Dopingprobe vorläufig gesperrt.

Kubas Coach Roberto Garcia wich einer diesbezüglichen Nachfrage bei der Pressekonferenz aus, begründete die Pleite mit "mangelnder Konzentration". Die Fivb will Juantorena noch in Japan anhören, konnte allerdings noch keinen Termin nennen. Dem 21-Jährigen droht eine Zwei-Jahres-Sperre.

© SID

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