Volleyball WM
Gelungener WM-Auftakt für Volleyball-Damen

Die deutschen Volleyball-Damen sind mit einem 3:0-Sieg über die Dominikanische Republik in die Weltmeisterschaft in Japan gestartet. Das Team von Nationaltrainer Giovanni Guidetti siegte mit 25:17, 25:16 und 25:21.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen ist mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft in Japan (31.10. bis 16.11.) gestartet. Im Auftaktspiel der Gruppe B gegen die Dominikanische Republik setzte sich das Team von Trainer Giovanni Guidetti in Sapporo deutlich 3:0 (25:17, 25:16 und 25:21) durch.

"Diese Mannschaft wird bei der WM für einige Überraschungen sorgen. Ich glaube zwar noch nicht an eine Medaille, aber man kann ja davon träumen", erklärte Verbands-Vize Götz Moser nach der 71-minütigen Galavorstellung der "Schmetterlinge". 2 500 Euro versprach der Funktionär jeder Spielerin schon dann, wenn das Mindestziel Platz acht erreicht wird. Als zusätzliche Motivation kündigte der Funktionär an, sich im Fall des ersten deutschen Podestplatzes in der Geschichte von Frauen-Weltmeisterschaften die Haare scheren zu lassen.

Weg zur Sensation noch weit

Der Weg bis zu einer derartigen Sensation ist noch sehr weit, aber zumindest zeigte das Team vier Jahre nach dem enttäuschenden zehnten Platz bei der Heim-WM im "Hokkaido Sports Centre" neue Klasse. Hochkonzentriert zog der deutsche Block mit der überragenden WM-Debütantin Corina Sschuschke und Christiane Fürst den in der Weltrangliste acht Plätze höher eingestuftem Karibik-Angreiferinnen den Nerv. Knapp wurde es nur beim Stand von 20:19 im dritten Satz, doch die mit 15 Zählern beste Scorerin Angelina Grün und Sschuschke mit dem verwandelten zweiten Matchball brachten den Sieg sicher nach Hause.

Vor acht Jahren hatte das deutsche Team bei der WM in Japan noch 2:3 gegen den gleichen Gegner verloren und war anschließend in der Vorrunde ausgeschieden. Auch das letzte Duell ging im Vorjahr 2: drei verloren. "Das ist ein neues Team. Wir haben sechs Monate auf diesen Tag hingearbeitet, und die Mannschaft hat eine hochkonzentrierte und fast perfekte Leistung gezeigt. Bei einer Niederlage wären wir zu 90 Prozent raus gewesen, so ist alles für uns möglich", meinte Bundestrainer Giovanni Guidetti.

Guidetti sieht noch Steihgerungspotenzial

Der Coach sah vor allem im Zuspiel bei der trotzdem ordentlich aufspielenden WM-Debütantin Katleen Weiß noch Steigerungspotenzial für das zweite Spiel gegen Mexiko am Mittwoch (8 Uhr MEZ/arena live). Die ganze Mannschaft sah sich nach ihrem Sieg brav die 0:3 (8:25, 11:25, 10:25)-Pleite des Außenseiters gegen den Olympiazweiten Russland auf der Tribüne an, Champagner floss nach dem Sieg nicht. Guidetti: "Die erste kleine Feier ist erlaubt, wenn wir die zweite Runde erreicht haben."

Dass wesentlich mehr als der Einzug in die Runde der letzten 16 möglich ist, glauben inzwischen die nur ein Jahr nach dem vorletzten Platz bei der Europameisterschaft vom historischen Tiefpunkt auferstandenen Spielerinnen. "Der Trainer redet uns ja immer ein, dass wir Weltklasse sind und inzwischen glauben wir sogar daran", meinte Libero Kerstin Tzscherlich.

Guidetti hat seit seinem Amtsantritt vor einem halben Jahr das Training extrem verschärft. Angreiferin Atikaa Bouagaa: "Wir arbeiten hart wie nie und es macht auch noch Spaß. Wir haben ein neues, schnelles Spielsystem, perfekten Teamgeist und viel mehr Selbstbewusstsein als früher. Wir können hier jeden schlagen."

© SID

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