Vorbild Fußball-Champions-League
Europas Eishockey-Liga macht Dampf bei Sponsorensuche

Unterstützt von Gazprom und Reebok will die Champions Hockey League mehr Zuschauer erreichen und sich als Konkurrenz zum Fußball etablieren. Craig Thompson, Chef der Agentur Ovation Sports, soll für die Internationale Eishockey-Föderation die Champions Hockey League vermarkten und zum Erfolg führen. Dafür rührt er nun kräftig die Werbetrommel.

HAMBURG. Die neue Europaserie wurde erst im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, als der Eishockey-Verband seinen 100. Geburtstag feierte. In dem Wettbewerb spielen die zwölf besten Teams aus den sieben stärksten Ligen um den europäischen Eishockey-Thron. Die Champions Hockey League (CHL) hat gerade ihre erste Saison erfolgreich hinter sich gebracht. Die Klubs strichen dabei insgesamt zehn Mio. Euro ein. Davon kassierten die ZSC Lions Zürich als Sieger eine Million Euro, der Zweitplatzierte Metallurg Magnitogorsk aus Russland bekam 500 000 Euro.

Die Prämien finanziert der russische Energieriese Gazprom. Gemeinsam mit den schwedischen Investoren Ian Lundin (Lundin Group) und Hugo Stenbeck (Modern Times Group) garantiert er die Summen für die nächsten drei Jahre. Doch Gazprom ist nicht nur ein Investor im Hintergrund. Mit dem US-Sportartikelunternehmen Reebok trat das Unternehmen in der abgelaufenen Saison auch als exklusiver Sponsor bei allen CHL-Spielen auf. Die Werbepartner der Klubs mussten dafür fast gänzlich von den Werbeflächen auf Helm, Trikot, Bande und vom Eis weichen.

Mehr als die beiden Sponsoren hatte die CHL jedoch nicht anwerben können. „Viele Unternehmen waren von unserem Konzept überzeugt, zogen es aber vor, die Entwicklung der ersten Saison abzuwarten“, sagt Ovation-Chef Thompson. Für die kommende Saison wollen die Schweizer vier bis acht Sponsoren präsentieren, außerdem sechs „Official Supplier“. Mit über zehn Unternehmen soll sich Ovation Sports zumindest in Gesprächen befinden. Einer der angeblichen Interessenten: die Brauerei Carlsberg. Offiziell bestätigen wollte dies jedoch niemand.

Überzeugen wollen Thompson & Co. mit einem Konzept nach dem Vorbild der Fußball-Champions-League. Neben einer zentralen Vermarktung und einem einheitlichen Branding soll eine identische Anstoßzeit dem Zuschauer mehr Transparenz verschaffen. 90 Prozent der Spiele werden weiterhin mittwochs um 19.30 Uhr angepfiffen, damit sie sich nicht mit den Spielen der Fußball-Königsklasse überschneiden.

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