Wasserball Nationalmannschaft
Wasserball-Herren schließen WM auf Platz acht ab

Mit einer 8:11-Niederlage haben sich die deutschen Wasserball-Herren von den Schwimm-Weltmeisterschaften aus Melbourne verabschiedet. Für das Team von Bundestrainer Hagen Stamm steht damit Platz acht zu Buche.

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Melbourne haben die deutschen Wasserball-Herren zum Abschluss den achten Platz belegt. In der Partie um Rang sieben unterlag die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) Russland mit 8:11 (4:4, 1:1, 1:4, 2:2) und musste sich im Anschluss heftige Kritik von Bundestrainer Hagen Stamm gefallen lassen.

Weltmeister wurde Außenseiter Kroatien, der den achtmaligen Olympiasieger Ungarn mit 9:8 (2:1, 1:3, 3:1, 1:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung bezwang. Bronze ging an Spanien, das überraschend Titelverteidiger Serbien mit 18:17 (1.2, 1:1, 4:3, 2.2, 0:1, 1:0) nach Strafwurfschießen besiegte.

"Wir sind mit diesem Platz nicht zufrieden. Man muss sich fragen, ob die Mannschaft in dieser Zusammensetzung eine Zukunft hat. Aber auch ich muss mich an dem Ergebnis messen lassen", meinte Hagen Stamm. Obwohl sich das Team gegenüber der WM in Montreal 2005 um einen Platz verbesserte, konnte es in Melbourne nur zwei Spiele gewinnen. "Das ist einfach zu wenig", erklärte Stamm und stellte den Rang noch hinter das Resultat von Montreal: "Da wurden wir zwar Neunter, haben uns aber mit einem Sieg verabschiedet."

Politze bester Torschütze

Zwar konnte das deutsche Team drei der vier Spielviertel gegen Russland ausgeglichen gestalten, geriet aber im dritten Abschnitt in den entscheidenden Rückstand. Immerhin Torhüter Alexander Tchigir (Spandau) hielt einmal mehr glänzend. Bester Schütze war der Spandauer Marc Politze mit vier Treffern. Zweimal traf Heiko Nossek (Piräus), je einmal Andreas Schlotterbeck und Moritz Oeler (beide Spandau).

Außerdem saß Kapitän Steffen Dierolf wegen einer Schulterverletzung die meiste Zeit auf der Bank. "Das war verdammt hart. Die Mannschaft hat gut begonnen, aber dann die nötige Härte vermissen lassen", stellte er fest. Die Wasserballer, in Athen noch Fünfter, haben damit auch die direkte Qualifikation für die Spiele im kommenden Jahr in Peking verpasst. Nächste Gelegenheit das Ticket zu lösen, besteht beim Weltliga-Finale vom 7. bis 12. August in Berlin.

Bereits für Peking qualifiziert sind dagegen die beiden Finalisten. In einem hart umkämpften Finale konnte sich Olympiasieger Ungarn nicht gegen die Kroaten als Vierten der WM 2005 behaupten und zog in der Verlängerung den Kürzeren. Pavo Markovic markierte 98 Sekunden vor dem Ende den von zahlreichen kroatischen Fans umjubelten Siegreffer.

© SID

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