Wettskandal
Auch Tennis und Basketball unter Manipulationsverdacht

Der Wettskandal hat offenbar nicht nur die Welt des Fußballs erschüttert. Laut Der Spiegel könnten nun auch Spiele im Basketball und Tennis manipuliert worden sein.

Neben dem Fußball könnten auch Basketball und Tennis vom neuen europäischen Wettskandal betroffen sein. Laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel finden sich in den Unterlagen der ermittelnden Staatsanwaltschaft Bochum Verdachtsmonente, wonach Ante S., mutmaßlicher Drahtzieher der Manipulationen, im Juni versucht haben soll, auch ein Spiel der Play-offs in der Basketball-Bundesliga zu kaufen. Zudem bestünden Hinweise, dass ein Frauen-Doppel beim Tennisturnier in Fes/Marokko im April dieses Jahres verschoben worden sein könnte.

"Schon vor einigen Tagen haben wir bei der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht beantragt. Denn der gesunde Menschenverstand hat uns gesagt, dass neben dem Fußball auch andere Sportarten betroffen sein könnten", sagte BBL-Boss Jan Pommer dem SID: "Die Akteneinsicht wurde jedoch auch uns noch nicht gewährt. Folglich fehlen uns zum Handeln jegliche Anhaltspunkte. Und wir müssen handeln, es wird dringend. Insgesamt ist die Situation bedrückend."

Das Magazin berichtet weiter, dass sich auch im Fußball die Zahl der betroffenen Länder weiter vergrößert habe, von zuletzt neun auf jetzt 17 Länder. Bereits am Freitag hatte der Spiegel veröffentlicht, dass die Wettmafia nach Erkenntnissen der Ermittler auch versucht haben soll, Einfluss auf das WM-Qualifikationsspiel zwischen Bosnien und der Türkei am 9. September 2009 (1:1) zu nehmen.

In seiner Montags-Ausgabe nennt das Magazin dazu nähere Details. So "soll versucht worden sein, den bosnischen Trainer mit 500 000 Euro zu bestechen, um den Türken einen "sicheren Sieg zu ermöglichen"", schreibt der Spiegel: "Der Trainer soll das Angebot abgelehnt haben."

© SID

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