Wie der Grüne Cohn-Bendit gegen Franz Beckenbauers Uefa-Ambitionen kämpft
Die Allianz gegen Franz

Wie der Grüne Cohn-Bendit gegen Franz Beckenbauers Uefa-Ambitionen kämpft.

BRÜSSEL. Mit der schönsten Nebensache der Welt hat sich das Europaparlament bislang eher selten beschäftigt. Keine einzige Plenardebatte zum Thema Fußball ist überliefert. Allein die österreichische Sozialdemokratin Christa Prets erkannte die Bedeutung dieses Ballsports für die gedeihliche Entwicklung des Kontinents. So stellte die Abgeordnete der EU-Kommission kürzlich die berechtigte Frage, wie sie die "soziale Integration junger Spieler in die Gesellschaft" zu fördern gedenke.

Während Frau Prets noch geduldig auf die Antwort der Brüsseler Behörde wartet, hat nun auch der Grüne Daniel Cohn-Bendit fußballerisch die Initiative ergriffen. Der "rote Dany", wie sich der 60-jährige Fraktionschef der Ökopaxe früher gern titulieren ließ, ist dabei, eine "Allianz gegen Franz" zu schmieden. Feindliches Zielobjekt des Obergrünen ist kein Geringerer als Franz Beckenbauer, Deutschlands Fußballgott höchstpersönlich.

Cohn-Bendit will verhindern, dass der WM-Chef für 2006 auch noch Präsident der europäischen Fußball-Union Uefa wird. Der Vorstand des FC Bayern repräsentiere nur die "Macht der Konzerne", befand Cohn-Bendit streng. Als Kandidat für den Spitzenposten sei der Mann aus München "ein Skandal". Nicht Beckenbauer, sondern der ehemalige französische Mittelfeld-Star Michel Platini sei der Richtige für das höchste Uefa-Amt.

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