Wintersport National
Hörmann: "Können Erfolgsstory weiterschreiben"

"An der Geldausstattung wird der sportliche Erfolg nicht scheitern", sagte DSV-Präsident Alfons Hörmann, nachdem ARD und ZDF die Option zur Verlängerung des TV-Vertrages zogen.

Die Zukunft der Goldschmiede des deutschen Wintersports ist mit der Verlängerung des TV-Vertrages bis 2011 gesichert. Der Deutsche Skiverband (DSV) kann künftig mit Einnahmen von etwa zehn Mill. Euro jährlich planen, nachdem ARD und ZDF die Option zur Vertragsverlängerung gezogen hatten.

"Wir können die Erfolgsstory weiterschreiben. An der Geldausstattung wird der sportliche Erfolg jedenfalls nicht scheitern", sagte DSV-Präsident Alfons Hörmann dem sid. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender sollen in den kommenden drei Jahren im Schnitt rund sechs Mill. Euro per annum zahlen. Außerdem erhält der DSV pro Saison weitere rund vier Mill. Euro vom Vermarkter Infront, der weiterhin für die Auslandsvermarktung der deutschen Weltcups verantwortlich ist.

"Geld noch konsequenter und bewusster einsetzen"

Der 2007 ausgelaufene Vertrag mit RTL hatte dem DSV pro Jahr mit 15 Mill. Euro noch wesentlich mehr eingebracht. "An der einen oder anderen Stelle müssen wir unser Geld noch konsequenter und bewusster einsetzen. Aber generell stehen wir mit unserem größtenteils eigenfinanzierten Etat auf der positiven Seite", meinte Hörmann. Die genauen Einnahmen aus dem TV-Vertrag würden zudem von der Zahl der übertragenen Veranstaltungen abhängen.

In diesem Zusammenhang kämpft der DSV auch um die erstmalige Durchführung der "Dreischanzentournee" der Skispringer im kommenden Winter. Der Internationale Skiverband FIS hatte die mit Extra-Preisgeld ausgestattete Team-Tour mit der Streichung des Springens in Klingenthal (11. Februar 2009) wegen fehlender Anträge des DSV vorerst aus dem Kalender gekippt.

An Stelle der Dreischanzentournee soll es jetzt nur die Weltcup-Springen in Willingen (7./8. Februar) und die Skifliegen in Oberstdorf (14./15. Februar) geben.

"Wir sind überzeugt, dass das Konzept auch aus internationaler Sicht gut ist. Wir wollen die FIS bis zum Kongress in ein paar Wochen noch von der Durchführung der Tournee überzeugen", sagte Hörmann.

Der neue TV-Vertrag beinhaltet die Übertragungsrechte an den nordischen und alpinen Ski-Weltcups auf deutschem Boden sowie den beiden deutschen Skisprung-Wettbewerben der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Eine Insolvenzgefahr für den Verband besteht mit dem Abschluss des neuen Kontraktes nicht mehr.

© SID

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