Wintersport National
Wilhelm und Angerer sind die Spitzenverdiener

Kati Wilhelm und Tobias Angerer sind die diesjährigen deutschen Prämien-Könige des Wintersports. Beide Sportler freuen sich über Einnahmen bis zu 300 000 Euro.

Hartes Training und Erfolge zahlen sich aus: Die diesjährigen Prämien-Könige im deutschen Skisport sind am Ende eines goldenen Winters die Biathlon-Gesamtweltcup-Siegerin Kati Wilhelm und Langläufer Tobias Angerer. Die Liste der Spitzenverdiener führt auf Platz eins die dreifache Medaillengewinnerin von Turin an, die auf Einnahmen von gut 300 000 Euro allein aus Verbandstöpfen und Sporthilfe-Geldern zurückblicken kann.

Der im Gegensatz zu Wilhelm nicht mit Olympia-Gold belohnte Langläufer Angerer belegt mit etwa 200 000 Euro Platz zwei. Die besten deutschen Sportler in den finanzstärksten Disziplinen Ski Alpin und Skispringen finden sich mangels Erfolgen unter ferner liefen.

Magere Prämien im Vergleich zu anderen Sportarten

"Die Prämien im Wintersport sind schon besser als in den vergangenen Jahren, aber im Vergleich zu anderen Sportarten ist das doch sehr wenig. Bei einem Grand-Slam-Turnier im Tennis bekommst du schon 10 000 Dollar, wenn du in der ersten Runde rausfliegst", meint Manager Ralf Scheitenberger.

Speziell im nordischen Wintersport sei die Attraktivität der Disziplinen fürs Fernsehen enorm gewachsen, die Einnahmen aber noch nicht im gleichen Maße. Angerer verdient allerdings wie der Großteil der Wintersportler durch Werbung mindestens nochmal genauso viel wie an Erfolgsprämien - allerdings muss alles brav versteuert werden.

"Mir ist der Sport wichtig, nicht das Geld", sagt Angerer, der aber das wegen des Gesamtweltcups (25 000 Euro) und der fünf Saisonsiege (125 000 Euro) gut gefüllte Konto gut für den geplanten Hausbau gebrauchen kann.

Goldmedaille bringt 40 000 Euro

Wilhelm profitiert neben ihren einmaligen Weltcup-Erfolgen auch von ihrer Olympia-Goldmedaille, die ihr allein 40 000 Euro vom Deutschen Skiverband (DSV) und der Sporthilfe einbringt. Auch Top-Biathlet Sven Fischer (etwa 172 000 Euro) hat gut verdient, während es der im Weltcup nicht so erfolgreiche dreimalige Olympiasieger Michael Greis nur auf gut 130 000 Euro bringt.

Kombinierer-Olympiasieger Georg Hettich hat genau wie sein zu zwei Weltcup-Siegen gelaufener Kollege Björn Kircheisen gut 122 000 Euro verdient. Michael Uhrmann als bester der seit über zwei Jahren sieglosen deutschen Skispringer konnte dagegen "nur" 77 000 einstreichen - eine Babyausstattung für seinen im April erwarteten Spross wird trotzdem drin sein. Die Alpine Martina Ertl-Renz strich in ihrer letzten Saison gar nur 31 854 Euro ein, Alois Vogl bringt es auf läppische 16 743 Euro.

Kostelic ist Preisgeld-Königin

Wie man richtig absahnt, können sie sich bei der Kroatin Janica Kostelic und Benjamin Raich aus Österreich abschauen. Raich sicherte sich mit seinen zwölf Podestplätzen, darunter sieben Siege, 79 172 Euro an Prämien des Internationalen Skiverbandes (FIS). Einen Preisgeld-Rekord im Skisport stellte hingegen die Olympiasiegerin und neunmalige Saisongewinnerin Kostelic mit 357 736 Euro allein von der FIS auf. Zusätzliche Werbegelder machen sie zur Millionärin - davon können Wilhelm, Angerer und Co. bislang nur träumen.

© SID

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