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WM-Showdown zwischen Phelps und Hackett

Über die 400m Freistil kommt es bei der Schwimm-WM in Montreal bereits heute zum Duell der Giganten. "Goldjunge" Michael Phelps und "Ausdauermann" Grant Hackett streiten sich um die Nachfolge von Ian Thorpe.

Bei der Schwimm-WM in Montreal bekommen die Zuschauer heute bereits zum Beginn der Beckenwettbewerbe ein absolutes Highlight zu sehen: Im Duell der Giganten zwischen "Goldjunge" Michael Phelps und "Ausdauermann" Grant Hackett geht es über 400m Freistil um die Nachfolge von Ian Thorpe.

Der Schwimm-Held der "Aussies", der seit 1998 bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften alle Titel über diese Distanz eingeheimst hat, legt eine "schöpferische Pause" auf dem Weg nach Peking 2008 ein. Und sein Landsmann und zweimaliger 1 500-m-Olympiasieger Hackett kann sich nichts Schöneres vorstellen, als dem sechsfachen Athen-Olympiasieger Phelps aus den USA gleich im ersten Rennen Gold wegzuschnappen - zumal er in der internationalen Wahrnehmung immer im Schatten der beiden Superschwimmer der vergangenen Jahre stand.

Hackett: "Habe keine Angst"

"Ich habe keine Angst, ihn auf dieser Strecke zu sehen. Vielmehr ist es eine Motivation für mich - ein Rennen zwischen den besten Schwimmern auf diesem Planeten", verkündet Hackett denn auch selbstbewusst. Schließlich ist er hinter Weltrekordler Thorpe der zweitschnellste 400-m-Schwimmer aller Zeiten.

"Er möchte sich selbst auf einen neues Niveau puschen", entgegnet Bob Bowmann, Trainer des "Außerirdischen" Phelps, der in Montreal nach acht Titeln greift. Neben den 400m Freistil kommt es dabei auch über 200m Freistil zum Duell mit Hackett. Eine Distanz, die bisher ebenfalls von Thorpe dominiert wurde.

Phelps will "so schnell schwimmen, wie ich kann"

Daneben hat der erst 20 Jahre alte Phelps Starts über 100m Freistil, 100m Schmetterling und 200m Lagen sowie mit den drei US-Staffeln geplant. Dafür lässt er sogar seine Athener Gold- und Weltrekordstrecken 200m Schmetterling und 400m Lagen sausen. "Im vergangenen Jahr habe ich gar keine acht Olympiamedaillen erwartet, ich will einfach immer so schnell schwimmen, wie ich kann", sagt Phelps, der zugibt, dass es 2004 "viel Auf und Ab" in seinem Leben gab.

So wurde er Ende des Jahres wegen Alkohol am Steuer von einem US-Gericht zu einigen Stunden gemeinnütziger Arbeit mit Jugendlichen verurteilt. Inzwischen studiert er an der Universität von Michigan Kommunikationsmanagement. Der fünf Jahre ältere Hackett hat einen Bachelor in Wirtschaftsrecht und zählt wie offenbar auch Phelps schnelle Autos zu seinen Hobbys.

Weltrekord bisher ungefährdet

Viel Zeit hat er dafür allerdings nicht, 75 Trainingskilometer reißt er jede Woche ab und ist dafür seit 1996 über seine Spezialstrecke 1500m ungeschlagen. An seinen Weltrekord von 14:34,56 Minuten ist kein Schwimmer je näher als gut sechs Sekunden herangekommen.

Während der Allrounder Phelps fast alle Lagen bis auf Brust perfekt beherrscht, ist der 1,98-m-Modellathlet Hackett reiner Freistilschwimmer. In Montreal plant er über 200, 400, 800 und 1500m gleich vier Einzel-Starts. Über die längste Distanz kann er zum vierten Mal in Folge WM-Gold holen.

© SID

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