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Woods düpiert die Konkurrenz in St. Andrews

Tiger Woods hat bei den British Open in St. Andrews seinen zehnten Major-Titel perfekt gemacht. Der US-Amerikaner verwies mit 274 Schlägen Colin Montgomerie (Schottland) auf Rang zwei, Bernhard Langer wurde Fünfter.

Einmal mehr beherrschte Tiger Woods die Konkurrenz scheinbar nach Belieben: Der Golf-Superstar hat erneut seine Extraklasse unter Beweis gestellt und bei der 134. British Open in St. Andrews mit einem Start-Ziel-Sieg den zehnten Major-Triumph seiner großartigen Karriere gefeiert. Für den 29 Jahre alten Weltranglistenersten war es gleichzeitig der zweite Erfolg in der "Wiege des Golfsports" nach 2000. Grund zum Jubeln hatte auf dem traditionsreichen Dünenkurs auch der Anhausener Bernhard Langer, der nach vier Runden unter Par als Bester eines deutschen Trios mit 281 Schlägen Fünfter wurde und damit bei seiner 27. Teilnahme zum neunten Mal in den Top zehn landete.

Woods, der auf dem Old Course (Par 72) vom ersten Tag an das Kommando übernommen hatte, benötigte insgesamt 274 Schläge und hatte damit fünf Schläge Vorsprung vor dem Schotten Colin Montgomerie, der nach seinem besten "Open"-Resultat weiter auf seinen ersten Triumph bei einem der vier größten Turniere wartet. Gemeinsame Dritte wurden der Spanier Jose Maria Olazabal und Fred Couples aus den USA mit 280 Schlägen. Im Jahr 2000 hatte Tiger Woods die Konkurrenz sogar um acht Schläge distanziert.

Woods kassiert Preigeld von 1,52 Mill. Euro

"Der Sieg hier bedeutet mir sehr viel. Ich liebe diesen Platz, weil man viele Optionen hat. Ich bewundere den Kurs wegen seiner Tradition und seiner Geschichte", sagte Woods und drückte damit aus, wie wichtig ihm der Erfolg an der Geburtsstätte seines Sports ist. Mutter Kultida und Ehefrau Elin drückten dem Tiger am 18. Grün die Daumen. Versüßt wurde ihm der Erfolg mit einem Scheck über rund 1,52 Mill. Euro. Langer erhielt rund 258 000 Euro, insgesamt wurden 5,8 Mill. ausgeschüttet.

"Ich bin sehr zufrieden. Ich hatte viele gute Schläge, und mit ein bisschen mehr Glück beim Putten wäre mehr drin gewesen", sagte der 47 Jahre alte Langer, der am Montag erst als Nachrücker für den erkrankten Japaner Shingo Katayama ins Feld. Krönender Abschluss war am Sonntag ein Birdie an der 18, nach dem Langer seine Hans zur Faust ballte und den zahlreichen Zuschauern sein schönstes Lächeln zeigte.

Zuvor hatte "Last-Minute-Qualifikant" Tino Schuster sein Major-Debüt mit Anstand beendet. Der Stuttgarter, der sich erst im letzten Qualifying einen Startplatz gesichert hatte, spielte zum Abschluss eine 73 und belegte mit 289 Schlägen (68+74+74+73) den 60. Platz und kassierte dafür noch rund 20 000 Euro.

Schuster ungläubig, Cejka verärgert

Für Schuster war der erste Auftritt bei einem der vier großen Turniere dennoch ein Erlebnis der besonderen Art. Nach dem ersten Tag lag er auf Rang drei, am Freitag fand er sich zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz direkt hinter US-Superstar Tiger Woods wieder. "Ich konnte das kaum glauben", sagte Schuster, der am Freitagnachmittag mit sechs Schlagverlusten aber einbrach. Am Samstag folgte dann die zweite 74 und der tiefe Fall auf dem Leaderboard.

"Ich habe viel Lehrgeld bezahlt", erklärte der 27-Jährige, der die "Wiege des Golfsports" aber dennoch erhobenen Hauptes verlassen konnte. Im Gegensatz zu Alex Cejka hatte er den Cut geschafft. Der Münchner verpasste dieses Ziel wie Titelverteidiger Todd Hamilton (USA) nach einem Bogey an der 18 um einen Schlag. "Damit habe ich mich selbst um den Lohn gebracht", sagte Cejka. Ebenfalls vorzeitig ausgeschieden war der 65 Jahre alte US-Amerikaner Jack Nicklaus. Der mit 18 Major-Siegen erfolgreichste Golfer aller Zeiten bestritt in St. Andrews, wo er 1970 und 1978 gewonnen hatte, sein letztes großes Turnier.

© SID

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