Deutschland-Argentinien
Italiener Rizzoli pfeift WM-Finale

Es ist eine Überraschung: Der Italiener Nicola Rizzoli wird das WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien leiten. Deutschen Fans dürfte Rizzoli aus dem Champions-League-Finale Bayern-Dortmund in Erinnerung sein.
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Rio de JaneiroDie Squadra Azzurra blieb bei der Fußball-WM in Brasilien früh auf der Strecke, doch ein Italiener schaffte es bis ins Finale. Nicola Rizzoli darf am Sonntag die Begegnung zwischen Deutschland und Argentinien in Rio de Janeiro leiten. Diese Ansetzung bestätigte der Weltverband FIFA am Freitag. „Das ist etwas, von dem jeder nur träumen kann. Es ist unglaublich für mich. Ich werde alles geben“, sagte Rizzoli, der im legendären Maracanã-Stadion vor der wichtigsten Partie seiner Karriere steht.

Die Auswahl des 42-Jährigen kommt eigentlich überraschend, da es bislang als ungeschriebene Regel galt, dass kein Referee vom gleichen Kontinent wie eines der beteiligten Teams zum Zuge kommt. Doch Rizzoli wusste in Brasilien zu überzeugen - es ist beim WM-Turnier bereits sein vierter Einsatz. Zuvor leitete er die Gruppenspiele Spanien - Niederlande und Nigeria - Argentinien sowie das Viertelfinale Argentinien - Belgien. Damit ist der Unparteiische, der im Hauptberuf als Architekt tätig ist, bereits zum dritten Mal bei einem Spiel von Lionel Messi und Co. an der Pfeife.

Dass auch bei der letzten deutschen Niederlage in einem WM-Finale 2002 in Yokohama beim 0:2 gegen Brasilien in Pierluigi Collina ein Italiener der Spielleiter war, dürfte im deutschen Lager nicht als schlechtes Omen gewertet werden. Schließlich sprangen mit Rizzoli als Schiedsrichter bisher nur Siege für die DFB-Auswahl heraus. Am 12. Oktober 2012 gelang in der WM-Qualifikation in Dublin ein 6:1-Erfolg gegen Irland, auch die Testspiele gegen Bosnien-Herzegowina (Juni 2010/3:1) und Rumänien (September 2007/3:1) wurden gewonnen.

Auch deutsche Clubs haben im Europapokal schon Erfahrung mit dem Referee aus Bologna gemacht. So leitete Rizzoli das Endspiel der Champions League 2013 zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund im Londoner Wembley-Stadion. Drei Jahre zuvor hatte der Italiener das Finale der Europa League in Hamburg zwischen Atlético Madrid und dem FC Fulham (2:1 n.V.) geleitet. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine kam er bei zwei Vorrundenspielen sowie dem Viertelfinale zwischen Spanien und Frankreich (2:0) zum Einsatz.

Rizzoli ist der dritte italienische Schiedsrichter in einem WM-Finale nach Sergio Gonella 1978 (Argentinien-Niederlande 3:1 n.V.) und Collina vor zwölf Jahren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • 1 : 0 für Argentinien.

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