Fußball-Weltmeisterschaft
Weitere Korruptionsvorwürfe gegen Katar

Kurz vor der WM in Brasilien sind weitere Korruptionsvorwürfe im Zuge der Endrunden-Vergabe 2022 nach Katar aufgekommen. Wieder geht es um den umstrittenen Ex-Funktionär Bin Hammam. Sponsor Sony reißt der Geduldsfaden.
  • 0

LondonDie Causa Katar bringt den Fußball-Weltverband immer mehr in Bedrängnis und dürfte die Vorfreude von FIFA-Boss Sepp Blatter auf die WM-Endrunde in Brasilien gehörig trüben. Vier Tage vor dem Anpfiff in São Paulo sind neue Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 publik geworden - womöglich ein Vorgeschmack auf weitere Enthüllungen zur „besten Sendezeit“ während der WM.

Wie die englische Zeitung „Sunday Times“ am Sonntag berichtet, soll der frühere katarische Spitzenfunktionär Mohamed bin Hammam weitere 1,7 Millionen Dollar für Stimmen aus Asien bezahlt haben. Außerdem habe er Gespräche auf Regierungsebene mit Thailand für einen Gas-Deal eingefädelt, um sich die Stimme von Exekutivmitglied Worawi Makudi zu sichern.

Die Zeitung hat nach eigenen Angaben Zugang zu einer Millionen geheimer Dokumente. Sollten diese tatsächlich die Bestechung von FIFA-Exekutivmitglieder beweisen und FIFA-Chefermittler Michael Garcia bei seiner Untersuchung zum gleichen Schluss kommen, könnte es für den Golfstaat eng werden. Am Montag will Garcia seine Ermittlungen abschließen und sechs Wochen später - also kurz nach der WM - seinen Bericht an die Rechtskammern weiterleiten.

In der „Sunday Times“ ist auch von einem Treffen mit russischen Vertretern einen Monat vor der umstrittenen Abstimmung am 2. Dezember 2010 die Rede. Dabei soll es um „bilaterale Beziehungen“ zwischen den beiden Ländern im Sport gegangen sein. Pikanterweise erhielten beide Länder den Zuschlag für die WM-Endrunden 2018 und 2022.

Seite 1:

Weitere Korruptionsvorwürfe gegen Katar

Seite 2:

Sony will Vergabe untersuchen lassen

Kommentare zu " Fußball-Weltmeisterschaft: Weitere Korruptionsvorwürfe gegen Katar"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%