Korruption in der Fifa
Beckenbauer wegen Katar-Reise unter Verdacht

Im Weltfußballverband Fifa tobt ein Machtkampf. Immer neue Korruptionsvorwürfe treiben Fifa-Boss Blatter in die Enge. Selbst „Kaiser“ Franz Beckenbauer wird nicht geschont. Doch die Beschuldigten schlagen zurück.
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Sao PauloDer Weltmeister im Geldverdienen steht wegen vieler lukrativer Verträge bereits vor Turnierbeginn in Brasilien fest: die Fifa. Die Fußballweltmeisterschaft dürfte dem Weltverband etwa drei Milliarden Euro in die Kassen spülen, schätzt Generalsekretär Jerome Valcke.

Sechs offizielle Partner der Fifa, acht WM-Sponsoren, weitere acht regionale Partner und die Sportartikelhersteller verwandeln das Mega-Event in eine globale Marketingveranstaltung. So darf Nike diesmal den Gastgeber sowie neun weitere Teams ausstatten. Adidas hat acht Mannschaften unter Vertrag, ist offizieller FIFA-Partner in den Stadien, rüstet die Schiedsrichter aus und stelltden offiziellen WM-Ball "brazuca".

Gleichzeitig läuft eine Medienkampagne, die den Weltverband Fifa in seinen Grundfesten erschüttern könnte. Es geht um ein Geflecht aus konkreten Vorwürfen, subtilen Verdachtsmomenten und losen Behauptungen rund um die WM-Vergabe für Katar im Jahre 2022. Erstmals taucht da nun auch der Name Franz Beckenbauer aufgetaucht. Der Fußball-Kaiser weist jede noch so kleine Verquickung von Amt und Geschäft jedoch weit von sich.

Wie nervös die Fifa-Bosse inzwischen sind, zeigt die Reaktion von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter. Er hat in einer flammenden Rede vor Kritikern gewarnt, die den Fußball-Weltverband angeblich "zerstören" wollen. "Sie wollen zerstören, nicht nur das Spiel, sie wollen auch die Institution zerstören, weil unsere Institution so stark ist."

Der 78-jährige Schweizer sprach vor den Delegierten der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC in Sao Paulo. Am heutigen Dienstag und Mittwoch wird in der brasilianischen Metropole der 64. FIFA-Kongress abgehalten. Blatter reagierte auf die jüngsten Vorwürfe der Sunday Times, es habe weitere Korruptionsfälle im Zusammenhang mit der WM-Vergabe 2022 an Katar gegeben.

"Zeigt Einheit und bewahrt diese Einheit. Das ist der beste Weg, um all diesen Zerstörern in der Welt zu begegnen", appellierte Blatter an die Delegierten. "Traurigerweise spielen Diskriminierung und Rassismus eine Rolle, das verletzt mich", betonte Blatter. Die Fifa müsse alles bekämpfen, was den Beigeschmack von Rassismus und Diskriminierung habe.

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  • Wenn mich einer fragt, die FIFA gehört zerstört und die korrupten Bosse hinter Gitter! Man kann ja einen neuen Weltverband gründen, dem das Wort Compliance nicht fremd ist und der nicht hinter verschlossenen Türen mauschelt!

  • Mafi(f)a – und alle machen mit! Korruption weltweit.

  • „Eine Weltmeisterschaft ist für den Verband Fifa ein Milliardengeschäft.“

    Eben und nur darum geht es, um Geld. Allein aus diesem Grund sollte der Fernsehspot „Gegen Rassismus und Intoleranz“ ersatzlos gestrichen werden, denn wer eine Weltmeisterschaft in einem intoleranten Land, Katar gehört zu den intolerantesten Ländern der Welt, ausrichtet, macht sich mit solchen Sprüchen lächerlich und ist unglaubwürdig.

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