Skurriles Produkt
Beißender Suarez als Flaschenöffner

In spöttischen Fotomontagen war Uruguays Stürmer Luis Suárez bereits als Flaschenöffner zu sehen. Nun ist Fantasie Wirklichkeit geworden: Fans können sich ihr Bier mit einer Miniaturversion des WM-Sünders aufmachen.
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Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unternehmen einen Suarez-Flaschenöffner auf den Markt werfen würde. Schon jetzt ist die Beißattacke des uruguayischen Stürmers im letzten Gruppenspiel gegen den italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini Kult. Unzählige Memes machten nach der Partie im Internet die Runde und zeigten Suarez wahlweise als blutrünstigen Zombie, Ork oder Vampir.

Nun können sich Suarez-Fans für rund sechs britische Pfund jedes Mal an die Szene zurückerinnern, wenn sie sich eine neue Flasche aufmachen.

Die Entschuldigung von Luis Suárez nach seiner Beißattacke an Giorgio Chiellini hat vorerst keinen Einfluss auf die angekündigte Berufung gegen die Sperre für Uruguays Nationalstürmer. „Wir haben natürlich die Entschuldigung zur Kenntnis genommen, es war ja eine öffentliche Entschuldigung. Aber wir können diesen Vorgang nicht kommentieren“, sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer am Dienstag in Rio de Janeiro. Bislang sei noch keine Berufung erfolgt.

Sechs Tage nach seiner Attacke hatte sich Uruguays gesperrter Fußball-Nationalspieler bei Chiellini für die Folgen des Bisses beim WM-Spiel gegen Italien entschuldigt. Zudem versprach der Stürmer, dass derartige Ereignisse nicht wieder vorkommen, vermied aber das Geständnis eines absichtlichen Angriffs. „Ich bedauere zutiefst, was passiert ist“, schrieb Suárez am Montag. „Ich entschuldige mich bei Giorgio Chiellini und der ganzen Fußball-Familie. Ich schwöre der Öffentlichkeit, dass es nie wieder einen weiteren solchen Vorfall geben wird.“

In seiner Verteidigung vor der FIFA-Disziplinarkommission hatte der Angreifer des FC Liverpool noch betont, dass es „in keinster Weise wie beschrieben passierte, als Biss oder Absicht, zu beißen.“ Er habe vielmehr die Kontrolle verloren und sei auf Chiellini „gefallen“. Der uruguayische Verband hatte fristgerecht angekündigt, Einspruch gegen das Urteil des Weltverbands einzulegen. Wiederholungstäter Suárez war wegen seiner dritten geahndeten Beißattacke für neun Pflicht-Länderspiele gesperrt und vier Monate lang von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden.

Aufgrund des zu erwartenden sport-rechtlichen Nachspiels vermied der 27-Jährige in seiner öffentlichen Stellungnahme auf Twitter und seiner eigenen Internetseite das Eingeständnis eines Vorsatzes. „Unabhängig von den negativen Konsequenzen und den widersprüchlichen Aussagen, die die vergangenen Tage aufgetaucht sind, die alle keinen Einfluss auf die gute Leistung meiner Nationalmannschaft haben sollten, ist die Wahrheit, dass mein Kollege Giorgio Chiellini das physische Ergebnis eines Bisses in der Kollision mit mir davongetragen hat.“

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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