WM-Spieltagvorschau
Über Algerien ins Viertelfinale

Deutschland spielt im Achtelfinale der WM gegen Algerien. Die Afrikaner möchten eine alte Rechnung begleichen. In der zweiten Montagspartie geht Frankreich als Favorit ins Duell mit Nigeria. Die Vorschau.
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft peilt am Montag das Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Brasilien an. In der Runde der besten 16 Teams trifft das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Porto Alegre (22.00 Uhr MESZ/ZDF) auf Außenseiter Algerien.

Die favorisierte DFB-Auswahl ist allerdings gewarnt: Beide bisherigen Länderspiel-Vergleiche gewannen die Nordafrikaner. In der Vorrunde der WM 1982 unterlag der spätere Finalist Deutschland mit 1:2. Bei der Premiere vor 50 Jahren gab es in Algier ein 0:2.

Im Gegensatz zu den Duellen in der Hitze oder Schwüle von Salvador, Fortaleza und Recife herrschen in Porto Alegre gemäßigte Temperaturen von knapp 15 Grad. „Ob es ein Vorteil sein wird, hier zu spielen“, so Bundestrainer Joachim Löw, könne er erst nach dem Spiel beantworten.

Algerien stuft der Bundestrainer nach ausführlichen Video-Studien als „kompakte, extrem laufstarke und aggressive Mannschaft“ ein. Das ganze Land befinde sich in einer „riesigen Euphorie“. Nicht verstehen kann er aber bei aller Begeisterung in Algerien, dass dort schon seit Tagen von Rache für die „Schande von Gijon“ bei der WM 1982 die Rede ist. Das irritiere ihn. „Spieler, die noch gar nicht geboren wurden - warum sollen die sich rächen wollen? Das ist nicht nachzuvollziehen“, sagte Löw. Thema abgehakt.

Es gibt wichtigere Dinge, die Löw und seinen Stab intensiv beschäftigen. Es habe in der Gruppenphase „viel Licht, aber auch Schatten“ gegeben, analysierte der Coach: „Für uns heißt es jetzt, die Hausaufgaben zu machen. Wir müssen unser Spiel in der Offensive, im letzten Drittel, beim Torabschluss und der Besetzung im Strafraum verbessern.“

Für Löw seien dies aber „Verbesserungen im Detail“. Das Gesamtpaket stimme weiterhin. Und ohnehin sei es die „große Kunst“ bei so einem Turnier, „steigerungsfähig“ zu sein: „Das ist ein Marathon und kein Hundertmetersprint.“

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Deschamps warnt vor Überheblichkeit

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