36 ist nicht gleich 36
Warum fallen Größen so unterschiedlich aus?

Ein britisches und ein US-amerikanisches Maßsystem, gerundete Längen, Innenmaß oder Außenmaß: Alles Gründe, warum Größe 36 mal kleiner, mal größer ausfällt. Manche Hersteller wollen dem Kunden auch einfach eine Illusion verkaufen.
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Schuh- und Kleidergrößen sind notorisch unzuverlässig. Der Lederschuh in Größe 44 passt, doch beim Sneaker muss es plötzlich 46 1/2 sein. Und dann stehen auf dem Etikett auch noch weitere verwirrende Angaben – englische Größen, amerikanische Größen ...

Was im Laden allenfalls ärgerlich ist, ist für den Online-Handel ein echtes Problem. Zalando zum Beispiel, das als Schuhladen im Internet angefangen hat, meldet, dass mehr als die Hälfte der Produkte zurückgeschickt werden. Viele Menschen nämlich lassen sich gleich zwei oder drei Paare in verschiedenen Größen schicken – in der Hoffnung, dass eines davon passt. Das verursacht riesige Kosten.

Eigentlich dürfte es das Größen-Wirrwarr gar nicht geben: Denn eigentlich orientiert sich die Skala – wie die anderen Größensysteme auch – an einheitlichen Längen. Ausschlaggebend ist in diesem Fall ein sogenannter französischer Stich, der früher einmal die Länge eines Nähstichs ausmachte. Ein Größen-Schritt beträgt dann 6,67 Millimeter.

Tatsächlich messen aber die Hersteller von verschiedenen Nullpunkten aus. Die meisten nehmen das Innenmaß, manche aber auch das Außenmaß. Zudem runden einige Marken die Schritte.

Andere wiederum orientieren sich eigentlich am amerikanischen System und rechnen die Größe nur ganz grob auf das europäische um. Dabei liegt das ursprüngliche US-System, das sich an der Längeneinheit Barleycorn (ein Drittel Zoll) orientiert, jeweils eine Viertelgröße hinter dem ähnlich angelegten britischen Maßsystem zurück.

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Von Skinny bis Relaxed

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