Teure Mühlen
Hat Windkraft im Meer eine Zukunft?

Die Pläne der Bundesregierung für Windparks im Meer sind ehrgeizig. Bleibt die Frage, ob die Offshore-Windmühlen trotz des immensen Aufwands auch genug Vorteile bieten – denn sonst wird es an Investoren fehlen.
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Windparks im Meer sollen bei der Energiewende in Deutschland eine zentrale Rolle spielen. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2020 Kraftwerke mit einer Leistung von 10.000 Megawatt vor der deutschen Küste entstehen. Aber dieses Ziel dürfte kaum erreicht werden. Denn viele Investoren scheuen die großen Risiken. So werden die Parks in Deutschland in einer Entfernung von durchschnittlich rund 60 Kilometern vor der Küste installiert, um die Umwelt zu schützen und das Panorama der Nordseeinseln nicht zu stören. Dort aber ist der Aufwand groß: Das Meer ist rau, die Transportkosten sind hoch, und die Fundamente der Windmühlen müssen in Tiefen von 40 Metern und mehr verankert werden.

Allerdings gibt es auch positive Aspekte. Meerwindparks produzieren wegen der starken Winde mehr Strom als Windmühlen an Land. Sie kommen auf über 4000 Volllaststunden pro Jahr. Doch die Onshore-Anlagen holen auf. Mit höheren Türmen von bis zu 150 Metern und neu entwickelten Rotorblättern rechnen sich inzwischen auch Standorte mit schwachem Wind. Je effizienter die Anlagen an Land sind, desto schwerer haben es die teuren Meerwindparks.

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