Alois Stutzer
„Der Visionär sollte sich glücklich schätzen“

Glücksökonom Alois Stutzer hält den für glücklich, der Visionen hat. Wenn der Professor für Wirtschaft und Politik an der Universität Basel selbst eine gute Idee hat, leidet zunächst seine Zahnbürste.
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Welche Innovation hat die Welt am nachhaltigsten verändert?
Isaac Newton schrieb in einem Brief: „Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand.“ Ich denke, dass es die nachhaltigste Innovation nicht gibt. Vermutlich werden jedoch Prozessinnovationen, die das gesellschaftliche Zusammenleben prägen, unterschätzt. Die Demokratie hat verschiedene Innovationen erlebt, die Möglichkeit geheimer Sachabstimmungen ist wohl eine der bedeutendsten.

Wer ist für Sie der größte Visionär?
Ich habe es nicht so mit den Vorbildern und Visionären. ... Jesus. Er hat sein Leben eingesetzt für die Vision der Nächstenliebe.

In welchen Momenten kommen Ihnen die besten Ideen?
Beim Zähneputzen, was den Zahnbürsten nicht gut bekommt.

Sollte der, der Visionen hat, wirklich zum Arzt gehen?
Nein, er sollte sich vielmehr glücklich schätzen und die Visionen verfolgen.

Was macht die Arbeit an der Universität für Sie aus?
Das Privileg in der Lehre und der Forschung mit Menschen zu arbeiten, die jedes Jahr ein Jahr jünger werden als ich.

Mallien Jan
Jan Mallien
Handelsblatt / Geldpolitischer Korrespondent
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