Afrika
Bio-Mittel vom Rhein soll gegen Malaria helfen

Malaria tötet jedes Jahr weltweit mehr als eine halbe Million Menschen. Der Kampf gegen den Überträger, die Anopheles-Mücke, ist mühselig. Jetzt soll eine Killer-Methode vom Oberrhein in Westafrika erprobt werden.

HeidelbergNeue Hoffnung im Kampf gegen eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt: Ein oberrheinisches Erfolgskonzept im Kampf gegen Stechmücken soll künftig dabei helfen, die Malaria in Teilen Afrikas einzudämmen. Dort kann die Anopheles-Mücke die Krankheit übertragen. Ein entsprechendes Pilotprojekt bereiten die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) und das Universitätsklinikum Heidelberg derzeit in einer Region in Westafrika vor.

Eingesetzt werde ein biologisches Mittel, das ausschließlich Larven von Stechmücken töte, erläuterte der wissenschaftliche Leiter der Kabs, Norbert Becker, am Freitag in Heidelberg. Es wird in den nächsten zwei Jahren in einem 7000 Quadratkilometer großen Distrikt mit 150.000 Einwohnern im Staat Burkina Faso in Gewässern verteilt. Sie bieten Malariamücken ideale Brutstätten. Ziel ist es, die etablierten Methoden im Kampf gegen die Krankheit zu ergänzen.

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird die Methode der Kabs seit Jahrzehnten sehr erfolgreich angewendet. Wo früher jeden Sommer ganze Schwärme von Mücken über Menschen herfielen, sieht man heute selbst in feuchten Jahren kaum noch Schnaken.

In Afrika solle diese Methode der Mückenbekämpfung dabei helfen, das Problem Malaria bei der Wurzel zu packen, sagte der Projektleiter am Universitätsklinikum Heidelberg, Rainer Sauerborn. Anopheles-Mücken tragen den Malaria-Parasiten in sich, durch Stiche gelangt er in den Menschen.

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Resistenzen sind das Damoklesschwert

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