Gesundheitssystem
Der Patient als Mittel zum Zweck

Die Interessen des Patienten geraten im deutschen Gesundheitssystem in den Hintergrund, sowohl in der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherung. Die Profiteure sind Ärzte, Kliniken – und die Pharmaindustrie.
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Im deutschen Gesundheitssystem droht der Patient mit seinem Interesse an sachgerechter Behandlung zu möglichst günstigen Kosten zunehmend an den Rand gedrückt zu werden. Die Hauptprofiteure dieser Entwicklung seien die verschiedenen Akteure im System: Ärzte, Kliniken, Krankenhäuser, Krankenkassen und die Pharmaindustrie.

So lautet die Kernthese einer Bestandsaufnahme des deutschen Gesundheitssystems, die der Frankfurter Versicherungsdienstleister Premium Circle am Donnerstag vorgelegt hat. Demnach teilen sich die Begünstigten über ein intransparentes Beziehungsgeflecht die jährlich steigenden Finanzmittel zu, die im Gesundheitssystems ausgegeben werden.

Der Befund gelte für die gesetzliche wie für die private Krankenversicherung, auch wenn beide Bereiche völlig unterschiedlich funktionierten, sagte Geschäftsführer Claus-Dieter Gorr. Das Unternehmen hat für die Untersuchung 60 Akteure vom Kassenchef bis zum pensionierten Ministerialbeamten in Form mehrerer Workshops befragt. Trotzdem wurden die Ergebnisse mit Skepsis aufgenommen. In Kassenkreisen hieß es, die Studie genüge kaum wissenschaftlichen Standards, viele der dargestellten Probleme seien lange bekannt.

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