Marburger Bund
Ärzteverband lädt zur Hauptversammlung

Der Marburger Bund hält am Freitag seine Hauptversammlung ab. Am ersten Tag der Veranstaltung steht die Finanzierung von Krankenhäusern im Fokus. Hier fordert der Ärzteverband mehr Unterstützung von der Politik.
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BerlinDer Marburger Bund, die Vertretung angestellter Ärzte, hat zu seiner Hauptversammlung in Berlin eingeladen. Schwerpunkt der Beratungen soll die Krankenhausfinanzierung sein.

Erst am Mittwoch forderte die Ärztegewerkschaft eine „nationale Kraftanstrengung“, um Investitionen in die rund 2000 Krankenhäuser zu finanzieren. "Jeder Euro, der den Krankenhäusern für dringend erforderliche Investitionen fehlt und dann im laufenden Betrieb eingespart wird, geht zulasten von Beschäftigten und Patienten", warnte Verbandschef Rudolf Henke in Berlin. Diese Zwangskompensation müsse ein Ende haben. Bund und Länder stünden für zukunftsfeste Krankenhäuser gemeinsam in der Pflicht.

Eine Krankenhausreform steht für Union wie für SPD in der neuen Wahlperiode oben auf der Agenda. Die Details bergen allerdings reichlich Konfliktpotenzial. Das geltende Vergütungssystem aus leistungsbezogenen Fallpauschalen führe zu Fehlentwicklungen und müsse daher auf den Prüfstand, sagte Henke. Zudem sei eine Abkehr von den pauschalen Preisabschlägen in den Krankenhäusern notwendig.

Direkte Verträge zwischen Kassen und Kliniken lehnt der Marburger Bund ab. "Krankenkassen im Wettbewerb werden stets bemüht sein, ihre Beitragssätze einerseits und ihre Ausgaben andererseits gering zu halten", sagte Henke. Die Kassen fordern solche Selektivverträge, die Vorgaben zu Preisen und Leistungsqualität umfassen. Es könne nicht sein, dass sie mit jeder Klinik Verträge abschließen müssten, argumentieren sie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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