Prozessbeginn
Ex-Vorstand der HSH Nordbank vor Gericht

Der komplette Bankvorstand muss sich ab Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Unter den Angeklagten: der frühere Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher. Ihm wird auch Bilanzfälschung vorgeworfen.
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HamburgDer frühere Vorstand der HSH Nordbank muss sich ab Mittwoch (24.7.) vor der 8. Großen Strafkammer des Hamburger Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den sechs Angeklagten Untreue in einem besonders schweren Fall vor. Sie sollen mit einem komplizierte Finanzgeschäft unter dem Codenamen „Omega 55“ im Dezember 2007 der Bank einen Schaden von 158 Millionen Euro zugefügt haben. Die Vorstände hätten auf der Grundlage der ihnen vorgelegten Unterlagen die Chancen und Risiken des Geschäfts nicht hinreichend prüfen können und damit ihre Pflichten verletzt.

Zwei der Angeklagten, darunter der frühere Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher, sind zudem wegen unrichtiger Darstellung angeklagt, das ist Bilanzfälschung. Sie sollen das Geschäft absichtlich falsch bilanziert haben, so dass in einem Quartalsbericht der HSH Nordbank ein Gewinn statt eines Verlustes ausgewiesen wurde. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft hatte mehr als zwei Jahre ermittelt und Dutzende von Zeugen vernommen, ehe die 600 Seiten starke Anklageschrift erstellt wurde. Die Kammer unter dem Vorsitz des Richters Marc Tully hat bereits mehr als 40 Verhandlungstermine bis ins nächste Jahr festgelegt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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