2,6 Mill.-Euro-Projekt
MAN Ferrostaal will Solarstrom besonders günstig herstellen

Der zum MAN-Konzern gehörende Industriedienstleister Ferrostaal erprobt seit Montag im spanischen Almeria (Andalusien) eine Technologie zur Erzeugung Solarstrom. Der Einsatz von günstigeren Bauteilen als bei herkömmlichen Anlagen, soll den Strom besonders günstig machen.

HB ESSEN/ALMERIA. Mit Hilfe der so genannten Fresnel-Technologie könne Solarstrom bis zum Jahr 2020 möglicherweise das Preisniveau von Strom aus fossilen Kraftwerken erreichen, teilte das Unternehmen in Essen mit. An der Demonstrationsanlage seien neben MAN Ferrostaal unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt(DLR)und das Fraunhofer Institut beteiligt.

Die Fresnel-Technik basiere vor allem auf dem Einsatz besonders günstigerer Bauteile wie etwa flacher Spiegel statt aufwendiger, mehrfach gekrümmter Parabolspiegel. Die gesamte Anlage sei kaum windanfällig; damit entfielen besonders stabile und teure Fundamente und Trägerkonstruktionen.

Mit der rund 2,6 Mill. Euro teuren Demonstrationsanlage solle das Unternehmen die kommerzielle Einsatzfähigkeit der Fresnel-Technik nachweisen, hieß es. Sie könne möglicherweise bereits im kommenden Jahr erstmals in einer Großanlage eingesetzt werden. Von den derzeit bekannten Technologien zur Erzeugung von Solarstrom sei die Fresnel Technik die günstigste. Nach bisher gängiger Technik kostet die Kilowattstunde Strom aus solarthermischen Anlagen noch das Dreifache des Stroms aus Kohle- und Gaskraftwerken.

Ferrostaal habe zuvor einen Anteil von 25 Prozent an dem in Essen und München ansässigen Technologie-Unternehmen Solar Power Group GmbH übernommen, das auch an der Entwicklung und den Bau derartiger Anlagen spezialisiert sei. Zum Kaufpreis wollte Ferrostaal keine Angaben machen. MAN Ferrostaal-Chef Matthias Mitscherlich hatte erst vor wenigen Wochen einen kräftigen Ausbau des Geschäfts mit erneuerbaren Energien angekündigt. Bereits im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen aus diesem Bereich Auftragseingänge von rund 400 Mill. Euro. Dieser Wert solle sich bis zum Jahr 2009 auf bis zu eine Milliarde Euro erhöhen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%