Emissionen runter
CO2-Reduktion – aber mit welchen Mitteln?

Atomkraft wird von ihren Befürwortern gerne als emissionsfreie Energiequelle bezeichnet. Doch stellt man sich nach den Problemen mit Atomanlagen in letzter Zeit die bange Frage: Ist der Ausbau der Atomkraft der einzige Weg um Kohlendioxid-Emissionen in der Stromproduktion zu senken? Welche Möglichkeiten gibt es noch und wie groß sind deren Potentiale?

HALLE. Schätzungen zufolge wird der Energiemix der Zukunft auch weiterhin durch fossile Energieträger geprägt sein. Inwieweit diese Schätzungen der Realität entsprechen, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Der weltweite Energiehunger wird jedoch nicht sofort durch regenerative Energien gestillt werden können.

Das Argument der Atomkraftbefürworter, dass ohne CO2-freien Strom die deutliche Reduzierung der Treibhausgase nicht zu schaffen sei, scheint demnach durchaus berechtigt. Im Folgenden sollen nun grundlegende Handlungsoptionen zur CO2-Reduzierung - mit Ausnahme der Atomkraft und erneuerbarer Energien - sowie deren Wirkungsfähigkeit überblicksartig vorgestellt werden.

Bei der Produktion von Strom ist der Wirkungsgrad des Kraftwerks in zweifacher Hinsicht entscheidend: Zum einen gibt er das Verhältnis von Brennstoffeinsatz und Energiegewinnung an. Zum anderen variiert mit ihm die ausgestoßene Menge an CO2. Der Wirkungsgrad deutscher Kohlekraftwerke beträgt im Durchschnitt etwa 36 Prozent, der weltweite Durchschnitt 32 Prozent. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern liegt er jedoch weit darunter, in China beispielsweise nur bei ca. 22 Prozent.

Würde man alle Anlagen auf den Stand der aktuellen Technik bringen (Wirkungsgrad etwa 45 Prozent), ließen sich so weltweit jährlich 1,9 Mrd. t CO2 einsparen - und allein in Europa etwa 0,4 Mrd. t. Dies entspräche einem jeweiligen Reduktionspotential von rund 31Prozent. Bei der herkömmlichen Stromerzeugung wird eine große Menge Wärme produziert, die meist ungenutzt „verfliegt“. Durch die sogenannte „Kraft-Wärme-Kopplung“ kann auch diese Energie zum Einsatz kommen. Dabei wird ein Wirkungsgrad von 85-90 Prozent erreicht. Der so eingesparte Brennstoff bedeutet gleichzeitig eine verminderte Menge CO2. In Deutschland beträgt das Einsparungspotential bei konsequenter Nutzung dieser Technologie ungefähr 23,6 Mio. t CO2.

Weitere Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß zu verringern, entstehen durch Produktionsverbünde und den Einsatz alternativer Brennstoffe. So könnten zusätzlich 1,2 Prozent der deutschen CO2-Emissionen allein dadurch vermieden werden, dass die anfallenden Siedlungsabfälle vermehrt zur Energiegewinnung herangezogen werden. Diese sind zu 50 Prozent biogenen Ursprungs und damit als klimaneutral zu bewerten.

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