Energieverbrauch
Tengelmann spart Energie im Supermarkt

Energiesparen ist auch bei Lebensmittelmärkten angesagt. Der Handelskonzern Tengelmann will mit Sonnenenergie, Erdwärme und LED-Beleuchtung in Supermärkten Strom und Heizungskosten sparen. Mit moderner Technik lasse sich der Energieverbrauch einer Supermarkt-Filiale um die Hälfte senken, sagte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub am Montag in Mülheim an der Ruhr.
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HB DÜSSELDORF. Haub stellte einen Pilot-Supermarkt der Konzerntochter Kaiser?s Tengelmann vor, der Mitte der 80er-Jahre erbaut und in den vergangenen acht Wochen für einen einstelligen Millionenbetrag modernisiert wurde. Der Markt neben der Konzernzentrale wird am Dienstag wiedereröffnet.

Das Projekt, das bei Tengelmann den Namen "Klimamarkt" trägt, hat nach Ansicht von Haub Modellcharakter für die gesamte Handelsbranche. "Mit unserem "Klimamarkt" setzen wir neue Maßstäbe in Deutschland", betonte der Konzernchef. Der Wärmebedarf des Marktes werde zu 75 Prozent aus der Abwärme der Kühlanlagen gedeckt. Die übrigen 25 Prozent liefere eine Geothermieanlage.

Glastüren an den Kühlregalen und Tageslicht in den Regalgängen sparten ebenfalls Energie. "Wenn weniger Energie verbraucht wird, muss man auch weniger für Energie bezahlen", sagt Haub. An der Fassade und auf dem Dach werde Solarstrom gewonnen.

Der Familienkonzern will das Konzept für den "Klimamarkt" zunächst in Mülheim testen, ehe weitere Filialen von Kaiser?s Tengelmann umgebaut werden. Es könnten auch einzelne Elemente in anderen Filialen zum Einsatz kommen, sagte der Vorstandschef von Kaiser?s Tengelmann, Bernd Ahlers.

Die Supermarktkette investiere pro Jahr etwa 70 Mio. Euro in die Modernisierung von Märkten und in neue Filialstandorte. Die Gesamtzahl der Märkte solle bei rund 700 konstant gehalten werden. Die Mitarbeiterzahl sei durch längere Öffnungszeiten in zwei Jahren um 2 000 auf 20 000 gewachsen.

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