Klimaschutz in Chile
Solarstrom und Windkraft für Santiagos Metro

Das U-Bahnnetz der chilenischen Hauptstadt soll künftig zu einem großen Teil mit Strom aus einem Solarkraftwerk und einem Windpark betrieben werden – die Verträge sind schon unterschrieben.

Im Juni unterzeichnete die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet das Pariser Klima-Abkommen. Im Mai hatte sie schon ein wichtiges Projekt vorgestellt, mit dem Chile seinen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten will. Metro de Santiago, das U-Bahnnetz der Hauptstadt, soll künftig überwiegend mit grünem Strom betrieben werden.

Das Unternehmen unterzeichnete mit dem Solarkraftwerk El Pelícano sowie mit dem Windpark San Juan, der voraussichtlich 2018 in Betrieb genommen wird, Verträge. Mit den Verträgen will Metro de Santiago den Energiebedarf zu einem großen Teil decken. Die Summe der beiden Projekte sieht eine staatliche Investitionssumme von über 500 Millionen US-Dollar vor.

Das Abkommen hat eine große Symbolkraft. Während die Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Abkommens zurzeit im Mittelpunkt stehen, ist die chilenische Hauptstadt mitten im Bau zweier neuer U-Bahnlinien, die 2017 und 2018 in Betrieb gehen sollen. Dabei sind die Verminderung von Staus und die Reduzierung der Luftverschmutzung in der Stadt ein Wahlversprechen der derzeitigen Regierung.

In den vergangenen Jahren wurde Chile als eines der Länder mit dem größten Potenzial für die Solarenergie entdeckt. Mehrere multinationale Solarkonzerne haben sich aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung in der Atacamawüste engagiert. Windkraft gewinnt ebenfalls zunehmend an Bedeutung.

Schätzungen zufolge verfügt Chile über eine potenzielle Kapazität von 1,3 Gigawatt in großen Solaranlagen, die hauptsächlich im Norden des Landes liegen. Dies hat einen regelrechten Boom in der Nutzung dieser Technologie ausgelöst. Nach Angaben der nationalen Energiekommission (CNE) machten im Januar diesen Jahres die Pläne für Solarkraftwerke im nordchilenischen Verbundnetz (SING) 37 Prozent aller Kraftwerksinitiativen aus, gefolgt von Kohle mit 33 Prozent und Erdgas mit 20 Prozent.

„Sowohl die Regierung als auch der private Sektor begrüßten begeistert das Anfangsziel, bis 2025 25 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen, und wir sind auf dem besten Weg, diese Quote zu erreichen“, sagt Peter Horn, Vorstandsvorsitzender von Heliplast, einem chilenisch-deutschen Unternehmen für Solarlösungen mit über drei Jahrzehnten Erfahrung im Solarbereich.

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Solarstrom für 100.000 Haushalte

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