Mehrbelastungen
Ökostrom kostet Verbraucher 4,2 Milliarden

Strom aus erneuerbaren Energien kommt die Privathaushalte in diesem Jahr teurer zu stehen als 2006. Unveröffentlichten Berechnungen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zufolge, die dem Handelsblatt vorliegen, wird die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im laufenden Jahr auf 4,2 Mrd. Euro ansteigen.

str BERLIN. 2006 betrug der Wert 3,2 Mrd. Euro.

In einem dreiköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3 500 Kilowattstunden fallen laut VDEW in diesem Jahr Zusatzkosten von 2,85 Euro im Monat an. 2006 waren es noch 2,22 Euro.

Bislang hatte der VDEW für 2007 einen Wert von 3,4 Mrd. Euro an EEG-Mehrbelastungen prognostiziert. Hauptgrund für die deutliche Erhöhung der Prognose sind laut VDEW die Zuwächse bei der Windenergie.

Das EEG garantiert den Produzenten von Ökostrom feste Vergütungen, die teilweise deutlich über den Marktpreisen liegen. Die Differenz zwischen Marktpreis und EEG-Vergütung wird von den Verbrauchern getragen. Steigt der Anteil des Öko-Stroms, steigt auch die EEG-Umlage.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion beträgt derzeit 13 Prozent. Er hat sich damit seit 2000 etwa verdoppelt. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil des Ökostroms bis 2020 auf 27 Prozent zu steigern. Bis 2030 soll der Anteil nach den Plänen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sogar auf 45 Prozent klettern. Nach Berechnungen des Bundesumweltministeriums (BMU) wird die Höhe der EEG-Umlage jedoch nicht proportional zum Anstieg des Ökostrom-Anteils wachsen. Das BMU geht aus, der der Scheitelpunkt der Umlage etwa 2016 erreicht sein wird. Dann dürfte die Umlage, die derzeit etwa gut 0,7 Cent je Kilowattstunde ausmacht, den Wert von gut 1,2 Cent erreichen und in den Folgejahren kontinuierlich sinken. Dies erklärt sich aus der im EEG vorgesehenen Degression: Mit wachsender Konkurrenzfähigkeit der Anlagen sinken die Einspeisevergütungen.

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