Nordpol-Region
Arktis soll vor Schiffskatastrophen behütet werden

Gemeinsam stärker sein - und die Arktis vor Schiffs- und Flugzeugkatastrophen schützen. Darauf haben sich die Anrainerstaaten rund um den Nordpol geeinigt. Daneben standen aber vor allem die Bodenschätze im Mittelpunkt.
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Nuuk/KopenhagenDie Staaten rund um den Nordpol streiten um Territorien mit riesigen Bodenschätzen, wollen aber beim Katastrophen- und Umweltschutz zusammenarbeiten. Außenminister aus acht Anrainerstaaten der Arktis, darunter Hillary Clinton aus den USA und ihr russischer Kollege Sergej Lawrow, unterzeichneten am Donnerstag in Nuuk auf Grönland ein Abkommen über gemeinsame Rettungsaktionen bei Schiffs- und Flugzeugunglücken.

Nach Angaben aus Delegationskreisen wurde bei dem eintägigen Treffen auch die Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen sowie ander Bodenschätze behandelt. Wegen dieser noch unerschlossenen gigantischen Ressourcen streiten die acht Staaten im Arktischen Rat über Territorialansprüche rund um den Nordpol.

Die Bedeutung der Region hat im Gefolge der Klimaerwärmung auch deutlich zugenommen, weil früher vereiste Schifffahrtsrouten im polaren Norden zunehmend genutzt werden können.

Die dänischen Außenministerin Lene Espersen sagte der Nachrichtenagentur Ritzau, sie sei „sehr froh“ über das erste juristisch bindende Arktisabkommen über einen gemeinsamen Katastrophenschutz: „Der zunehmende Schiffsverkehr hier und die riesigen Abstände machen eine solche Zusammenarbeit zwingend notwendig.“ Auch Norwegens Außenminister Jonas Gahr Støre hob die Bedeutung des ersten wirklich verbindlichen zwischenstaatlichen Kooperationsabkommens hervor.

Dem 1996 gegründeten Arktischen Rat gehören neben den USA, Kanada und Russland alle fünf nordeuropäischen Länder an - Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Beteiligt sind auch Vertreter von Ureinwohnern in arktischen Gebieten. Nach Angaben von Espersen sind sich die Mitgliedsländer über die Einrichtung eines dauerhaften Sekretariats einig.

Unklar sei aber noch dessen Platzierung entweder in Island oder Norwegen. Schwedens Außenminister Carl Bildt kündigte an, dass sein Land den Ratsvorsitz im Arktischen Rat auch für gemeinsames Handeln beim Klimaschutz nutzen wolle. Er übernahm in Nuuk die Funktion von seiner dänischen Kollegin Espersen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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