Oxford-Studie
Erderwärmung vollzieht sich langsamer als erwartet

Die Erde erwärmt sich Wissenschaftlern zufolge langsamer als bislang berechnet. Doch Entwarnung in Sachen Klimawandel gibt es deshalb noch lange nicht. Langfristig bleiben die Prognosen düster.
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LondonDie Erwärmung der Erde könnte sich nach einer neuen Studie in den kommenden Jahrzehnten langsamer vollziehen als bislang berechnet. Langfristig ändere aber auch das nichts an den erwarteten katastrophalen Folgen des Klimawandels, schreiben internationale Forscher-Teams der Universität Oxford in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“. Es sei lediglich unwahrscheinlich, dass die bisher errechneten extremen Szenarien für die Erderwärmung in den kommenden 50 bis 100 Jahren eintreten würden. Einige Modelle gingen dabei von einer Zunahme von bis zu 3 Grad Celsius der Jahresdurchschnittstemperatur aus.

Die Wissenschaftler prognostizieren in ihrer Studie nun eine Erwärmung zwischen 0,9 und zwei Grad Celsius für die kommenden Jahrzehnte. Grundlage für ihre Berechnungen ist der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre, der Mitte dieses Jahrhunderts ungefähr doppelt so hoch liegen dürfte wie vor Beginn der Industrialisierung - falls die Industrienationen den Ausstoß von Treibhaus-Gasen nicht drastisch reduziert bekommen. Über zwei Grad wollen Regierungen die Jahresdurchschnittstemperaturen auf keinen Fall steigen lassen. Denn die Folgen, unter anderem durch Hitzewellen und Überschwemmungen, gelten als fatal.

Nach den neuen Berechnungen würde die Erderwärmung in den kommenden Jahrzehnten leicht geringer ausfallen als bisher in wenigen Klima-Modellen prognostiziert, kommentierte Richard Allan von der britischen Universität Reading die Studie. Das Gesamtbild werde damit aber nicht verändert. „Das gibt uns mit Sicherheit keinen Grund zum Zurücklehnen“, schreibt er in einem Kommentar.

Kurzfristig würden die weltweiten Durchschnittstemperaturen nach der neuen Studie um 20 Prozent langsamer wachsen als bisher erwartet. Auf lange Sicht werde der Anstieg aber „deutlich über der Zwei-Grad-Marke“ liegen, schreibt Mitautor Reko Knutti. Aktuelle Annahmen gehen langfristig sogar von bis zu 4,5 Grad aus.

Ausgangspunkt für die Studie war die Frage, ob die seit 1998 festgestellte Verlangsamung der Erwärmung der Erdatmosphäre ein Zeichen für einen dauerhaften Rückgang sein könnte. Dies bestätigte sich nun aber nicht. Es sei wichtig, Veränderungen innerhalb eines Jahrzehnts nicht überzubewerten, sagte Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Im vergangenen Jahrzehnt habe sich die Erde insgesamt weiter erwärmt. Dies sei aber statt an der Erdoberfläche tief im Ozean passiert.

„Die Menschen sollten weiterhin genauso besorgt darüber sein wie bisher, was der Klimawandel anrichtet“, sagte Studienautor Alexander Otto von der Uni Oxford dem Sender BBC. Auf die Frage, ob Kritiker recht haben könnten, die behaupten, der Erwärmungs-Stopp sei ein Beweis für die Nicht-Existenz des Klimawandels, sagte er: „Nein. Es gibt keinerlei Trost.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hallo Sonnenschein.
    Mit einer "geringfügigen" Änderung stimme sich Ihrem Kommentar zu:
    Und die Geldgeber und Nutznießer der "Klimakatastrophenwarner" lachen sich derweil ins Fäustchen, weil es neben den bezahlten Predigern vom angeblich "schädlichen" CO2-Ausstoß noch einen ganzen Satz ahnungsloser unbezahlter Trottel gibt, die ins gleiche Horn stoßen.

  • Die Kernaussagen sind doch:
    1. Das Klima erwärmt sich weiter, auch wenn das über Jahrzehnte gar nicht auffällt.
    2. Wenn es nicht auffällt, findet die Erwärmung in den Tiefen des Ozeans statt.

    Oh Mann, ich glaube, in 100 Jahren verschmelzen wir mit einem anderen Sonnensystem und morgens geht zweimal die Sonne auf.

  • Solange die Klimaforschung nicht schlüssig erklären kann, wie die Erde seit ihrer Bevölkerung durch Säugetiere (der Mensch ist auch eines) ihr Klima auf ein paar Grad genau regelt, solange ist alles Spekulation und letzten Endes Wichtigtuerei nach Gutmenschenart.

    Oder wollen Sie Ihre Rolex oder Ihren Computer reparieren, wenn Sie nicht wissen, wie das Ding funktioniert? Und das wären noch Primitivprobleme im Vergleich zum Weltklima.

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