Unterwasservulkan
Bimsstein-Rätsel im Südpazifik gelöst

Neuseeländische Forscher haben ein merkwürdiges Naturphänomen enträtselt: Sie fanden die Quelle des riesigen Bimssteinteppichs, der vergangene Woche im Südpazifik entdeckt worden war.
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DüsseldorfDas Rätsel um die über tausende Quadratkilometer im Südpazifik treibenden Bimssteinstücke ist gelöst: Eine lange Serie von kleineren Erdbeben hat zwischen Neuseeland und Tonga einen bislang schlafenden

Unterwasservulkan geweckt, berichtet das neuseeländischen Instituts für Geo- und Kernforschung (GNS Science) am Montag.

Es handelt sich um den Havre-Vulkan rund 1000 Kilometer nordöstlich von Neuseeland. Er liegt etwa 1100 Meter unter der Meeresoberfläche.

Ein Marineschiff hatte vergangene Woche riesige Mengen Bimsstein im Meer entdeckt. Das poröse Material entsteht, wenn in bestimmten Magma-Arten chemisch gebundene Gase plötzlich frei werden und Bläschen bilden.

Bimsstein ist so leicht, dass er an der Oberfläche schwimmt. In diesem Fall trieb das Material mehrere hundert Kilometer Richtung Süden.

Auf die Spur des Phänomens kamen die Neuseeländer mit Hilfe französischer Forscher auf Tahiti. „Als sie ihre Aufzeichnungen prüften, stellten sie fest, dass sie am 17. und 18. Juli rund 157 Erdbeben mit Stärken zwischen 3,0 und 4,8 registriert hatten“, so Cornel de Ronde vom GNS in einem Interview mit Radio Neuseeland.

Der Havre-Vulkan liegt in der Nähe der unbewohnten vulkanischen Kermadec-Inseln. Laut de Ronde war von diesem Vulkan bislang kein Ausbruch bekannt.

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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