14 Tage im All
Chronik der Discovery-Mission

Am 26. Juli 2005 ist die Weltraumfähre „Discovery“ mit sieben Astronauten an Bord ins All gestartet. Es war der erste Flug eines Space-Shuttle nach dem „Columbia“-Unglück vor zweieinhalb Jahren. Hier eine Chronik der Mission:

12. Juli 2005: Einen Tag vor dem geplanten Start fällt der Lüfter aus, mit dem der Außentank gereinigt wird. Zudem löst sich eine Fensterverkleidung vom Cockpit und beschädigt die Außenhaut am Heck.

13. Juli 2005: Der Start wird kurzfristig abgesagt, weil eine Treibstoffanzeige im Außentank nicht richtig funktioniert. Die Nasa nennt als nächstmöglichen Starttermin den 16. Juli.

16. Juli 2005: Die genaue Fehlerursache ist noch immer nicht bekannt. Ein Start kommt frühestens am 22. Juli in Frage.

26. Juli 2005: Die Raumfähre hebt pünktlich um 10.39 Uhr Ortszeit (16.39 MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Beim Start gibt es drei Zwischenfälle. Unter anderem gehen Teile einer Hitzekachel verloren, und ein Stück der Raketentriebwerke fällt ab.

27. Juli 2005: Die Nasa muss einen schweren Rückschlag hinnehmen: Alle Space-Shuttles sollen bis auf weiteres am Boden bleiben.

28. Juli 2005: Die Raumfähre dockt an der Internationalen Raumstation ISS an.

29. Juli 2005: Die Shuttle-Besatzung beantragt einen zusätzlichen Aufenthaltstag im All für Wartungsarbeiten an der ISS.

30. Juli 2005: Beim ersten Außeneinsatz entdecken zwei Astronauten Schäden an der Außenhülle der Raumfähre. An zwei Stellen haben sich Füllstreifen aus den Fugen zwischen Hitzekacheln gelöst.

1. August 2005: Erneut verlassen Astronauten die „Discovery“ für einen Außeneinsatz. Die beiden tauschen ein defektes Gyroskop an der ISS aus.

3. August 2005: Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt repariert ein Astronaut ein beschädigtes Space-Shuttle im Weltall. Stephen Robinson entfernt überstehende Füllstreifen an der Unterseite der Raumfähre. Das größte Sicherheitsrisiko für die Rückkehr zur Erde sei damit beseitigt.

4. August 2005: Die Nasa gibt bekannt, dass die „Discovery“ am 8. August zur Erde zurückkehren kann.

6. August 2005: Die Raumfähre „Discovery“ tritt den Rückflug von der ISS zur Erde an. Um 9.24 Uhr MESZ löst sich das Space-Shuttle und schwebt von der ISS weg.

8. August 2005: Die Raumfähre „Discovery“ kann wegen schlechter Wetterbedingungen entgegen der Planungen der Weltraumbehörde Nasa nicht auf Cape Canaveral (Florida) landen. Die Landung wird um einen Tag verschoben.

9. August 2005: Die „Discovery“ landet wegen ungünstigen Wetters nicht auf Cape Canaveral in Florida, sondern auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien. Kurz nach 13.00 Uhr verlässt das Shuttle die Erdumlaufbahn, um 14.11 Uhr MESZ setzt es auf.

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