Amerikanischen Forschern gelingt Durchbruch in der Stammzellenforschung
Adulte Stammzellen können viel mehr als bislang gedacht

Ein Durchbruch in der Stammzellenforschung ist den Forschern des Children's Hospital Pittsburgh gelungen: Sie haben entdeckt, dass adulte oder postnatale Stammzellen dieselbe Fähigkeit zur Multiplikation wie embryonale Stammzellen haben.

HB DÜSSELDORF. Das ist ein bisher unbekanntes Charakteristikum welches bedeutet, dass postnatalen Stammzellen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von neuen Therapieansätzen zukommt. Die Entdeckung könnte die ethische Diskussion um die Verwendung von embryonalen Stammzellen zum Verstummen bringen. Die Ergebnisse der Studie werden in „Molecular Biology of the Cell“ veröffentlicht.

Im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen wurde der Bedeutung von adulten Stammzellen in der Debatte um Stammzellen wenig Gewicht beigemessen. Bisher hat man angenommen, dass embryonale Stammzellen sich besser vervielfältigen können als adulte Stammzellen. „In der Forschung ging man davon aus, dass postnatale Stammzellen schneller altern und viel früher sterben als embryonale Stammzellen. Doch unsere Forschungsergebnisse beweisen, dass dies nicht der Fall ist“, so Studienleiter Johnny Huard.

„Die ganze Welt verfolgt gespannt die Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzellenforschung, in der Hoffnung, dass damit von Diabetes bis Parkinson alles heilbar wird“, sagte der Experte. Da es jedoch auch eine Vielzahl ethischer Bedenken im Umgang mit embryonalen Stammzellen gibt, kommt es immer wieder zu Diskussionen. Diese Bedenken könnten durch die Verwendung von adulten Stammzellen ausgeräumt werden.

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