Atlantis-Mission
Astronaut Schlegel wieder fit für Außeneinsätze

Nach einer vorübergehenden Erkrankung hat sich der deutsche Astronaut Hans Schlegel erholt und wird kommende Woche an einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) teilnehmen.

HB HOUSTON. „Schlegel ist jetzt wieder körperlich topfit“, sagte am Sonntag Andreas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Am Mittwoch werde der 56-Jährige wie geplant bei Außenarbeiten zum Zuge kommen. Der erste Einsatz am Montag, bei dem das europäische Weltraumlabor „Columbus“ an die Internationale Raumstation ISS angebaut werden soll, werde jedoch weiterhin von dem US-Astronauten Stanley Love übernommen.

Die Nasa hatte am Samstag mitgeteilt, Love werde anstelle von Schlegel die ersten Außenarbeiten durchführen. Gleichzeitig verschob die Weltraumbehörde den Einsatz um 24 Stunden. Ohne Namen oder Einzelheiten zu nennen, hieß es, ein Astronaut habe „gesundheitliche Probleme“, die aber nicht lebensgefährlich seien. Daraufhin mehrten sich Spekulationen, dass Schlegel an der sogenannten Raumkrankheit leiden könne, die oftmals mit Übelkeit und Kopfschmerzen einhergeht und sich in der Regel wieder legt, wenn sich der Erkrankte an die Schwerelosigkeit gewöhnt hat.

Schlegel, der am Sonntagmorgen vom Kontrollzentrum mit dem Lied „Männer“ von Herbert Grönemeyer geweckt wurde, gab sich vergnügt. „Das Lied wurde von meiner lieben Frau ausgesucht“, erklärte er und bedankte sich für den musikalischen Weckruf.

Der deutsche Astronaut war am Samstag mit der Raumfähre „Atlantis“ an der ISS angedockt. Das Space Shuttle brachte das Labormodul „Columbus“ zur ISS, das mit Hilfe eines Roboterarms an die Raumstation angebracht werden soll. Das mehr als eine Milliarde Euro teure Modul ist das erste ständige Weltraumlabor Europas. Zehn Länder beteiligen sich daran und wollen im All neue Technologien für viele Lebensbereiche entwickeln. Mit dem Franzosen Leopold Eyharts ist ein weiterer Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA an Bord.

Die „Atlantis“ war am Donnerstag in Florida gestartet. Nach Angaben der Nasa verlief der Flug planmäßig. Ersten Einschätzungen zufolge kam es beim Start zu keinen größeren Beschädigungen des Hitzschutzschildes. Ein kleiner Riss werde jedoch derzeit untersucht, hieß es. Die „Atlantis“ hatte ursprünglich schon am 6. Dezember starten sollen. Probleme mit Sensoren der Treibstofftanks führten jedoch mehrmals zur Verschiebung des Fluges.

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