Decoder für Empfang mit klassischem TV-Gerät notwendig
Aufrüsten fürs digitale Antennenzeitalter

Deutschland wird weiter digitalisiert: Am heutigen 24. Mai startet in den Regionen Köln/Bonn, Hannover/ Braunschweig und Bremen/Unterweser das digitale Antennenfernsehen DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial).

HB/leo DÜSSELDORF. In der Region Berlin/Brandenburg ist dies bereits Realität. Bis Ende 2004 erfolgt zudem die Umstellung im Ruhrgebiet sowie im Raum Hamburg/ Kiel und im Rhein-Main-Gebiet. 2010 soll die gesamte Republik digitalisiert sein. Die bislang analog über Antennensignale ausgestrahlten maximal sechs Programme werden schrittweise abgeschaltet. Herkömmliche Fernsehgeräte können die bis zu 24 digitalen Programme nicht darstellen, sie werden sprichwörtlich zu Flimmerkisten.

Wer bislang Fernseh-Programme über eine Antenne empfangen hat, muss also zunächst aufrüsten. Der Kauf eines neuen TV-Gerätes ist aber nicht notwendig, eine zusätzliche so genannte Set-Top-Box genügt in der Regel. Sie wandelt die DVB-T-Signale in analoge Informationen um, die herkömmliche Fernsehapparate wieder „verstehen“. Die Preise für solche DVB-T- Boxen liegen bei 100 bis 500 Euro – je nach Ausstattung. Die Palette reicht von simplen Decodern bis hin zu Multimedia-Boxen und kombinierten digitalen Festplatten-Recordern. Die Zusatzgeräte werden wie Satelliten-Receiver zwischen Antenne und TV- bzw. Videogerät geschaltet. Der Videorecorder kann dann allerdings nicht gleichzeitig ein TV-Programm aufnehmen, während ein anderes gesehen wird.

Die bestehende Empfangsanlagen – weniger als zehn Prozent der deutschen Haushalte nutzen noch die gute alte Antenne – können grundsätzlich weiter genutzt werden. DVB-T sendet auf den gleichen Frequenzen wie das analoge Programm, nur werden nun vier statt ein Fernsehprogramm pro Kanal ausgestrahlt. Unter Umständen ist ein kleiner „Dreh“ an der Stabantenne ratsam, da sich die so genannte Polarisierung des Signals ändert. In vielen Fällen genügt aber eine einfache Zimmer-Antenne für den Empfang – abhängig vom Abstand zum Senderstandort und den geographischen Gegebenheiten. Allein in Einzelfällen kann es notwendig sein, Signalfilter oder Verstärker auszutauschen, denn DVB-T benötigt das vollständige terrestrische Frequenzspektrum bis zu 862 kHz.

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