Discovery bringt Großlabor zur ISS
Japaner brechen Rekorde im All

Der Aufbau der internationalen Raumstation geht in dieser Woche in eine weitere Runde. Am Montag Abend hat US- Raumfähre „Discovery“ mit dem zweiten japanischen Labormodul sowie sieben Astronauten an Bord an die Internationale Raumstation ISS angedockt.

HAMBURG. Das bemannte Labor der Japaner setzt einen neuen Welttraum-Rekord. Es ist größer als all die bemannten Module, die bisher von Amerikanern, Russen und Europäern in die Station integriert wurden. Insgesamt erreicht das Raumlabor „Kibo“ (Hoffnung) eine Rekord-Länge von annähernd 20 Metern. Es verweist damit nicht nur das bescheidene sieben Meter lange europäische Columbus-Labor auf die hinteren Plätze, sondern auch alle von den Amerikanern und Russen installierten Module.

Insgesamt drei Einsätze von Raumfähren sind für den kompletten Transport des japanischen Labors ins All nötig. Ein erster Teil von „Kibo“ war bei einer Mission im März installiert worden. Den Abschluss wird dann im nächsten Jahr eine vier mal fünf Meter große Außenplattform bilden.

Das Labor, in das die japanische Regierung umgerechnet knapp zwei Mrd. Euro investiert hat, soll Japan den Weg zu einer bedeutenderen Rolle in der Weltraumforschung ebnen. Alles in allem lässt sich Japan seinen ersten, sehr massiven Auftritt in der bemannten Raumflug-Technik rund vier Milliarden Euro kosten. Denn etwa die gleiche Summe kommt noch einmal hinzu, wenn man die Bodenstation in Tsukuba Space Center, nördlich von Tokio, sowie die weitere Infrastruktur für „Kibo“ und einen zehnjährigen Betrieb des Moduls hinzu rechnet.

Bei dem jetzigen Modul handelt es sich um ein Autobus-großes Bauteil von mehr als elf Meter Länge und einem Durchmesser von viereinhalb Metern. Es ist 16 Tonnen schwer und bietet Raum für nicht weniger als 23 Geräte-Schränke, sogenannte „Racks“, von denen jedes eine Vielzahl wissenschaftlicher Experimente und Versuche ermöglicht.



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