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Dresden wird „Stadt der Wissenschaft 2006“

Dresden wird „Stadt der Wissenschaft 2006“. Das hat am Dienstag eine Jury des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Bremen entschieden. Dresden setzte sich gegen die Mitkonkurrenten Magdeburg und Tübingen durch.

dpa BREMEN/DRESDEN. Dresden wird „Stadt der Wissenschaft 2006“. Das hat am Dienstag eine Jury des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Bremen entschieden. Dresden setzte sich gegen die Mitkonkurrenten Magdeburg und Tübingen durch.

Alle drei Bewerber hätten im Finale „ausgezeichnete Bewerbungen“ vorgelegt, sagte der Jury-Vorsitzende, Prof. Joachim Treusch. Den Ausschlag für die sächsische Landeshauptstadt hätten „die besonders stark gewachsene Verbindung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung“ sowie ihre „europäische Ausstrahlung“ gegeben.

Die Verleihung des Titels ist mit einem Preisgeld von 125 000 Euro verbunden. Mit einem Zuschuss von nochmals bis zu 125 000 Euro belohnt es der Stifterverband, wenn der Sieger für das Programm „Stadt der Wissenschaft“ weitere private Mittel einwirbt. Aus dem ersten Wettbewerb für das Jahr 2005 waren die Städte Bremen und Bremerhaven als Sieger hervorgegangen. Hauptziel sei es, „zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit eine Brücke zu schlagen und den Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern“, sagte Treusch.

Dresdens Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) sagte in Bremen: „Dies ist ein toller Tag, ein wirklich glücklicher Augenblick.“ Dresden werde eine gute Stadt der Wissenschaft sein, versprach er.

Alle drei Finalisten hatten sich bereits für 2005 beworben. Dresden und Tübingen hatten es auch damals schon in die Endrunde geschafft. Dresden verknüpfte sein Bewerbungskonzept jetzt mit den Feiern zum 800-jährigen Stadtjubiläum im kommenden Jahr. Zugleich profilierte sich die Stadt als zukunftsorientiertes „Silicon Saxony“. Sie warb damit, über die vielfältigste Wissenschaftslandschaft im Osten Deutschlands zu verfügen. Dazu zählen acht Hochschulen, drei Max-Planck-, vier Leibniz- und neun Fraunhofer-Institute.

Magdeburg berief sich auf seine lange Tradition angewandter Wissenschaften. Dazu gehören unter anderem die berühmten Halbkugel- Versuche von Otto von Guericke. Tübingen bewarb sich mit dem Slogan „Wir haben keine Universität - wir sind eine Universität“. Die Stadt verknüpfte ihre Bewerbung unter anderem mit dem 100. Jubiläum der Entdeckung der Alzheimer-Krankheit.

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