Forschung + Innovation
Forscher entdecken Verbindung von Glücklichsein und Gesundheit

Glücklichsein wirkt sich auf mehreren Wegen positiv auf die Gesundheit aus. Das berichten Forscher des University College London. Demnach haben glückliche Menschen relativ geringe Mengen des Stresshormons Cortisol im Blut.

dpa WASHINGTON. Glücklichsein wirkt sich auf mehreren Wegen positiv auf die Gesundheit aus. Das berichten Forscher des University College London. Demnach haben glückliche Menschen relativ geringe Mengen des Stresshormons Cortisol im Blut.

Der Stoff spielt eine Rolle bei Diabetes, Bluthochdruck und Krankheiten des Immunsystems. Auch Menschen mit Depressionen haben erhöhte Cortisol-Mengen.

Das Team um Andrew Steptoe präsentiert seine Arbeit im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Science“ (doi: 10.1 073/pnas.0 409 174 102). Für die Studie wurden Daten von mehr als 200 gesunden Londonern im Alter von 45 bis 59 Jahren ausgewertet, die eine Art Glücktagebuch schreiben sollten.

Die Probanden mit den wenigsten Glücksmomenten im Alltag hatten unter Stress dagegen einen wesentlich höheren Gehalt des Blutgerinnungsstoffs Fibrinogen als glückliche Menschen. Ein erhöhter Fibrinogenanteil zählt als Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen. Die Ergebnisse der Forscher deuten daraufhin, dass es einen Zusammenhang zwischen psychologischen Glück und biologischen Prozessen beim Menschen gibt.

Hintergrund der Studie war die Beobachtung, dass Menschen mit Depressionen mehr Gesundheitsprobleme haben als gesunde. Die Daten für die Analyse stammen aus der Whitehall II-Studie, an der zwischen 1985 und 1988 mehr als 10 000 Briten teilnahmen.

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