„Genau auf die Nase“
Massiver Sonnensturm trifft die Erde

Der stärkste Sonnensturm seit Jahren trifft auf den Planeten. Die Sonne schießt geladene kosmische Teilchen in den Weltraum, Richtung Erde. Die Stürme können Flugverkehr und Satelliten stören. Noch ist keine Entwarnung.
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WashingtonEin Sonnensturm, der am Donnerstag die Erde getroffen hat, hat sich zunächst als schwächer herausgestellt als erwartet. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh, sagte Joe Kunches von der US-Wetterbehörde NOAA am Donnerstagabend auf Anfrage. Demnach wurde nicht ausgeschlossen, dass sich das magnetische Feld des Sturmes bis zum Freitagvormittag doch noch verstärkt - solange hält das Ereignis nach den Vorhersagen der Behörde an.

Ausgangspunkt war eine massive Eruption auf der Sonnenoberfläche am Dienstag, die große Mengen geladener kosmischer Teilchen in den Weltraum schoss und die Erde liegt genau auf ihrer Flugbahn. „Er trifft uns genau auf die Nase“, sagte Kunches.

Zuvor war befürchtet worden, dass der Sturm Ausfälle bei Stromnetzen und GPS-Navigationsgeräten verursachen könnte. Stromnetz-Betreiber waren nach Angaben der NOAA daher vorgewarnt worden.

Wissenschaftler sorgten sich auch um Satelliten. Derartige gravierende Auswirkungen gab es aber zunächst nicht, wie Kunches sagte. Bis zum Donnerstagabend traten der NOAA zufolge lediglich einige Störungen im Funkverkehr bei Flügen über den Polen auf. Über dem Norden Europas wurden abendliche Polarlichter erwartet; in Teilen Russlands war das Himmelsphänomen schon früher zu sehen.

Der Sturm war in einer Stärke von G3 auf einer Skala von G1 bis G5 (schwächste bis stärkste Intensität) erwartet worden. Die NOAA stufte ihn am Donnerstag aber dann nur in die Kategorie G1 ein: Demnach war das magnetische Feld des Sturms beim Eintreffen in einer Weise ausgerichtet, dass Schäden auf der Erde minimal blieben.

Experten erwarten, dass die Eruptionen in den nächsten Monaten noch zunehmen. Im Mai 2013 soll es die stärkste Aktivität geben - aus den Außenschichten der Sonne werden dann besonders oft große Gaswolken ins All geschleudert.

Ein relativ schwacher Sturm sei schon am Mittwochabend messbar gewesen, erklärte Paolo Ferri vom Raumflugkontrollzentrum Esoc der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Sensible Geräte seien vorsichtshalber schon am Mittwoch abgeschaltet worden. Die Eruption in der Nacht zum Mittwoch habe in der linken Sonnenhälfte gelegen, sagte Werner Curdt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau.

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Der Sonnensturm kann Satelliten noch gehörig stören

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  • ja.
    Bemerkt wurde der Sonnensturm am Dienstag - als Schlagzeile und Info fürs Volk erst als alles vorbei war ...

    qed

  • jemand wass bemerkt?

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