Forschung + Innovation
Gesichtscremes der Römerinnen ähnelten schon heutiger Kosmetik

Römische Frauen haben Gesichtscremes benutzt, die bereits ähnliche Bestandteile enthielten wie heutige Kosmetika. Das hat die Auswertung eines in London ausgegrabenen Döschens mit einer Gesichtscreme aus römischer Zeit ergeben.

dpa LONDON. Römische Frauen haben Gesichtscremes benutzt, die bereits ähnliche Bestandteile enthielten wie heutige Kosmetika. Das hat die Auswertung eines in London ausgegrabenen Döschens mit einer Gesichtscreme aus römischer Zeit ergeben. Wie Forscher der britischen Universität Bristol im Fachjournal „Nature“ (Bd. 432, S. 35) von diesem Donnerstag berichten, war die Dose als erste ihrer Art komplett mit Deckel und intaktem Inhalt gefunden worden.

Die Forscher fanden heraus, dass die Creme aus raffiniertem Tierfett, Stärke und Zinnoxid besteht. Stärke wird bis heute für Pflegecremes benutzt. Die Wissenschaftler kopierten die weißliche Creme, trugen sie auf die Haut auf und stellten fest, dass sie einen feinen puderartigen Teint erzeugt. Das Zinn diente nach Vermutungen der Wissenschaftler dazu, das Gesicht aufzuhellen. Weiße Gesichtsfarbe war bei wohlhabenden Römerinnen in Mode.

Die rund sechs Zentimeter dicke und fünf Zentimeter hohe Zinntopf wurde bei Ausgrabungen in einem römischen Tempelbezirk in London entdeckt und auf die Mitte des zweiten Jahrhunderts nach Christus datiert.

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