Hintergrund Physik-Nobelpreis
Im exotischen Flachland der Materie

Ein Ball kann nicht zum Reifen werden, ein Bagel aber zur Henkeltasse – zumindest nach Maßstäben der Topologie. Diese mathematische Disziplin hat drei Physikern zu nobelpreiswürdigen Erkenntnissen verholfen.

Stockholm/BerlinTief im Herzen der Materie liegt eine exotische Welt: Atome schwingen dort im Gleichtakt oder formen mikroskopische Wirbelpaare. Solche Phänomene, die in der Regel erst bei sehr tiefen Temperaturen entstehen, können für überraschende neue Materialeigenschaften sorgen. Manche tiefgekühlten Metalle verlieren jeden elektrischen Widerstand, einige ultrakalte Flüssigkeiten kriechen entgegen der Schwerkraft die Wände ihres Behälters hoch.

Das eigenartige Verhalten auf der mikroskopischen Skala wird von den Gesetzen der Quantenphysik diktiert. Für die Entdeckung unerwarteter mathematischer Regeln in dieser Quantenwelt bekommen die drei gebürtigen Briten David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz in diesem Jahr den Physik-Nobelpreis.

Die drei Physiker...

 
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