Klimawandel
Kommentar: Heißen Zeiten entgegen

Die letzten Zweifler an den menschlichen Ursachen des Klimawandels und dessen verheerenden Folgen werden von heute an deutlich weniger Gehör finden. Die messbare und in Zukunft deutlich schneller werdende Erwärmung sei mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit vom Menschen verursacht, heißt es in der „Zusammenfassung für Politiker“ der Studie des Weltklimarates (IPCC).

Dieser IPCC ist nicht irgendeine Organisation idealistischer Weltverbesserer, sondern besteht aus Tausenden Forschern. Dass sich die Wissenschaftsgemeinde auf solch ein Horrorszenario einigt, sollte die Entscheider in Politik und Unternehmen überzeugen, dass entschlossen gehandelt werden muss. Wer immer noch, da die fundierte Warnung auf dem Tisch liegt, so weiter macht wie bisher, lädt eine ungeheure historische Schuld auf sich.

Die Verantwortung tragen aber nicht nur die Regierungen. Sie sind letztlich Getriebene der Wähler, so wie Unternehmen Getriebene der Konsumenten sind. Das öffentliche Bewusstsein ist daher entscheidend. Wem die Gefahr des Klimawandels vor Augen steht, der verzichtet vielleicht auf den Kauf eines mächtigen Oberklassewagens – auch wenn sich Umwelt-Kommissar Dimas nicht gegen die deutsche Auto-Lobby durchsetzen kann. Selbst im Weißen Haus wird das zunehmende Klima-Bewusstsein der Amerikaner registriert werden – zumindest vom Nachfolger des jetzigen Präsidenten.

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