Neil Armstrong tot
„Wenn Sie den Mond sehen, zwinkern Sie Neil zu“

Für ihn war es nur ein kleiner Schritt, für die Menschheit ein riesiger Sprung: Neil Armstrong faszinierte die Welt, als er als erster Mensch den Mond betrat. Nun ist der amerikanische Nationalheld verstorben.
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WashingtonDer Astronaut Neil Armstrong ist tot. Der erste Mann, der den Mond betrat, starb am Samstagnachmittag (Ortszeit) im Alter von 82 Jahren in den USA. „Wir sind untröstlich mitteilen zu müssen, dass Neil Armstrong an den Folgen eines Herzeingriffs gestorben ist“, teilte seine Familie in einer Erklärung mit. Armstrong hatte sich am 7. August, nur zwei Tage nach seinem Geburtstag einer Bypass-Operation unterzogen.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich in einer Erklärung tief betroffen. „Neil war einer der größten amerikanischen Helden – nicht nur zu seiner Zeit, sondern für alle Zeiten“, sagte Obama in Washington. „Als er und seine Crew 1969 mit der Apollo 11 gestartet sind, nahmen sie die Sehnsucht einer ganzen Nation mit.“

Sie seien abgehoben, um der Welt zu zeigen, dass der amerikanische Geist weit hinter das blicken könne, was unvorstellbar erscheine - dass alles möglich sei,wenn nur genug Schwung und Genialität dahinter stecke, sagte Obama weiter. „Dieses Erbe wird fortbestehen - entzündet von einem Mann, der uns die enorme Wirkung eines kleinen Schrittes gelehrt hat.“ Auch der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney bekundete seine Trauer. Armstrong sei „ein wahrer Held“, erklärte Romney während einer Wahlkampftour.

„Während wir um einen sehr guten Mann trauern, feiern wir auch sein bemerkenswertes Leben und hoffen, dass es als Beispiel für junge Menschen auf der ganzen Welt dient, hart zu arbeiten, um ihre Träume zu verwirklichwen“, teilte Armstrongs Familie in Cincinatti im Bundesstaat Ohio mit. „Für diejenigen, die sich fragen, wie sie Neil ehren können, haben wir eine einfache Bitte: Ehren Sie seinen beispielhaften Dienst, seine Leistung und Bescheidenheit, und wenn Sie das nächste Mal in einer klaren Nacht nach draußen gehen und der Mond zu Ihnen runter lacht, denken Sie an Neil Armstrong und zwinkern Sie ihm zu.“

Die Pilotenlizenz erwarb er noch vor dem Führerschein

Armstrong leitete die Mondlandungsmission von „Apollo 11“ und steuerte auch die kleine Mondlandefähre „Eagle“. Am 21. Juli 1969 betrat Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche und sprach die legendären Worte: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“

Gut 500 Millionen Neugierige in allen Erdteilen saßen vor ihren Fernsehapparaten und verfolgten, wie der 38 Jahre alte Weltraumpionier nahezu 400.000 Kilometer von der Erde entfernt seinen linken Fuß in die wüstenähnliche Landschaft des Mondes setzte. Zusammen mit Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin spazierte Armstrong drei Stunden lang auf dem Mond.

Neil Alden Armstrong wurde am 5. August 1930 in Wapakoneta im US-Bundesstaat Ohio geboren. Seinen ersten Flug erlebte er im damals ungewöhnlich jungen Alter von sechs Jahren. Den Pilotenschein hatte Armstrong mit 16 Jahren eher in der Tasche als die Fahrerlaubnis.

Armstrong diente im Korea-Krieg als Kampfflieger und arbeitete später als Testpilot. Erst beim dritten Anlauf wurde er im September 1962 der Öffentlichkeit als künftiger Raumfahrer der US- Weltraumbehörde NASA vorgestellt. Seinen ersten Raumflug absolvierte Armstrong am 12. März 1966 als Kommandant der US-Raumfähre „Gemini 9“.

Drei Jahre später ging ein Traum in Erfüllung. Er landete auf dem Mond. Gemeinsam mit Astronaut Edwin Aldrin sammelte er länger als zwei Stunden Mondgestein und machte historische Aufnahmen. Nach dem
Ausscheiden aus der NASA lehrte Armstrong von 1971 bis 1979 als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati.

Die Bundesregierung sprach den USA ihre Anteilnahme aus. Deutschland trauere "mit dem ganzen amerikanischen Volk um diesen Raumfahrtpionier", erklärte der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Peter Hintze (CDU), in der Nacht zum Sonntag in Berlin. Armstrong stehe als erster Mensch, der den Mond betreten habe, "in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christoph Kolumbus".

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ALDI gibt es hier nicht. Wir sind Selbstversorger. Ausserdem sind unsere Einwanderungsgesetzte etwas strikt. Daher fällt schon die primäre Zielgruppe von ALDI aus. Wäre kein lukratives Geschäft für die ALDI Brüder. Aber wenn Borussia Dortmund ein Freundschaftsspiel hier austrägt und ihre Fans freundlich mit ALDI-Tüten winken, könnte es evtl. mit dem Markteintritt klappen.

  • Spassige Kollegen sind immer willkommen! Einer von der Stasi war auch mal hier. Ob der allerdings Ernst hiess weiss ich nicht mehr. Der Typ kam 1987 vorbei und hat irgendwas von Sozialismus und Klassenfeind erzählt. Habe ihn daraufhin in den Schuppen gesperrt bevor er sich oder irgendjemand anderen etwas antut. Habe seitdem nichts mehr von ihm gehört. Liegt vielleicht daran, dass ich seit '87 nicht mehr im Schuppen war. Sollte vielleicht mal nach ihm sehen gehen. Evtl. hat er sich wieder beruhigt.

  • Hey, suchen Sie Kollegen?? Nicht so animalisch...ähhh...tierisch ERNST, so richtig Deutsch-spießig. Oder ein einstiger Stasi, durch Texte leicht zu verwirren?

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