Planetenforschung
Fließen auf dem Mars Salzwasser-Ströme?

Auf dem Mars könnte es noch Wasser in flüssiger Form geben. Wissenschaftler haben Spuren möglicher Salzwasser-Ströme entdeckt.
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WashingtonWissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben Hinweise auf Salzwasser-Ströme auf dem Mars entdeckt. Schmale, dunkle Strukturen auf der Marsoberfläche deuten die Wissenschaftler um Alfred McEwen von der University of Arizona als Rinnen, in denen entlang steiniger Hänge Salzwasser fließt. Über ihre Beobachtungen berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Magazin „Science“.

Die Bilder stammen von der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter, der den Roten Planeten seit 2006 umkreist. In den vergangenen drei Jahren zeigten sich nach Angaben der Forscher jeweils im Mars-Frühjahr und -Sommer an sieben verschiedenen Orten dunkle Spuren, die mit sinkenden Temperaturen wieder verschwanden. Die beste Erklärung für diese Beobachtungen sei salzhaltiges Wasser, sagte McEwen.

Die Forscher vermuten, dass das Wasser einen Salzgehalt vergleichbar dem in Erd-Ozeanen hat. Reines Wasser in flüssiger Form kann in diesen Regionen nicht vorkommen, da die Temperaturen dort zu niedrig sind. Salz setzt den Gefrierpunkt von Wasser herab. Auf dem Mars schwanken die Temperaturen je nach Region und Jahreszeit zwischen minus 130 und plus 30 Grad Celsius, wobei die mittlere Temperatur auf Nullniveau bei minus 55 Grad liegt.

Direkt nachweisen konnten die Forscher ihren spektakulären Fund allerdings noch nicht. Spektrometrische Untersuchungen der dunklen Spuren brachten keine Hinweise auf flüssiges Wasser. Möglicherweise, so die Forscher, trocknet das Wasser an der Gesteinsoberfläche sehr schnell. Möglich sei auch, dass die eigentlichen Wasserläufe in tieferen Bodenschichten verlaufen.

Außerdem sei nicht die Feuchtigkeit, sondern die durch das Wasser veränderte Gesteinsstruktur die Ursache für die dunkle Farbe, so McEwen. Der Initiator des Forschungsprojekts sieht seine Ergebnisse als wichtigen Schritt zur Klärung der Frage, ob Leben auf dem Roten Planeten möglich sein könnte. Um die fundamentale Frage beantworten zu können, seien jedoch weitere Beobachtungen und Experimente notwendig.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Spekulationen über Art und Größe von Wasservorkommen auf dem Mars. In den nördlichen Regionen des Planeten wurde bereits gefrorenes Wasser entdeckt, bestimmte Oberflächenstrukturen deuten zudem auf größere Wasservorkommen in der Vergangenheit des Planeten. Flüssiges Wasser ist bisher aber nicht gefunden worden.

Im August 2012 soll ein unbemanntes Nasa-Fahrzeug im Gale-Krater landen, um nach Spuren von Leben zu suchen. Nach dem Ende des 30-jährigen Space-Shuttle-Programms hat die Nasa ihren Fokus auf die Erforschung des Roten Planeten gelegt. Bis 2030 will sie ein Raumschiff entwickeln, das fähig ist, Menschen auf den Mars zu bringen.

Thomas Trösch
Thomas Trösch
Handelsblatt / Redakteur Wissenschaft + Technik
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Warum fliegen wir nicht zum Mars?

    Wir haben die „Raumfahrt“ erfunden (V1 + V2)

    Eine Gesellschaft braucht nicht nur harte Zahlen und Fakten sondern auch eine Vision!

    Es wäre eine Schub für unsere „Zukunftsbranchen“ wir könnten endlich das Sänger Projekt verwirklichen und unser Binnenmarkt (Mars) können wir im Lauf der Zeit entwickeln.

  • Mann braucht nur eine Geld-Pumpe und Klopapier aus Deutschland und haben wir schon ein globalisierende Universum.

    G7 Tage G20 Köpfe da ist noch ein Planet Mars-Afrika.

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