Raumfahrt
Auf der Raumstation ISS wird es eng

Von wegen lautlos im Weltraum: Auf der Internationalen Raumstation ISS wird es in den kommenden Tagen wieder einmal eng. Die sechs Astronauten der Langzeitbesatzung bekommen an diesem Montag für knapp neun Tage Besuch von der siebenköpfigen Besatzung der US-Raumfähre "Discovery".
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HB CAPE CANAVERAL. Der Space Shuttle war am Samstagmorgen deutscher Zeit mit vier Tagen Verspätung vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral zur ISS gestartet. Er sollte am Montag um 3.03 Uhr MESZ an der ISS andocken.

Tausende Schaulustige verfolgten im US-Bundesstaat Florida das Abheben der Raumfähre, darunter auch der zukünftige deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst. Aller Voraussicht nach war es einer der letzten Shuttle-Starts. Die US-Raumfähren sollen 2010 ausgemustert werden. Es sind nur noch sechs Missionen geplant.

Die "Discovery" hatte eigentlich schon am Dienstagmorgen ins All fliegen sollen. Der Start musste jedoch zunächst wegen einer Gewitterfront und später wegen technischer Probleme drei Mal verschoben werden. "Die Teams haben einen großartigen Job gemacht", sagte NASA-Manager Bill Gerstenmaier kurz nach dem Abheben des Shuttles. Das Flugkontrollteam berichtete am Samstag lediglich vom Ausfall einer kleinen Steuerdüse. Dies werde jedoch keinen Einfluss auf das Andocken oder andere Teile der Mission haben, hieß es.

Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang. Der 52-Jährige fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS.

Auf die Shuttle-Astronauten warten während der 13-tägigen Mission drei Außenbordeinsätze. An der Außenwand der ISS sollen mehr als 20 Meter Kabel verlegt werden. Außerdem werden die Astronauten unter anderem einen leeren Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem ersetzen. Mit einer Masse von 800 Kilogramm wird der Tank nach ESA- Angaben der schwerste Gegenstand sein, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum zu bewegen hatte.

Wichtigstes Ziel der Mission STS-128 ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur ISS. Im Gepäck hat die "Discovery" unter anderem ein neues Labor und einen neuen Gefrierschrank zur Aufbewahrung von wissenschaftlichen Proben. Für die Astronauten werden Lebensmittel, Kleidung, Wasser und ein nach dem US-Fernsehkomiker Stephen Colbert benanntes Laufband ins All geschickt. Es soll das "Fitness-Studio" der Astronauten komplettieren.

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