Raumfahrt
US-Raumfähre „Discovery“ sicher gelandet

Bilderbuchlandung für „Discovery“: Nach einer 15-tägigen Reise zur Internationalen Raumstation (ISS) ist die US-Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord sicher zur Erde zurückgekehrt. Der Shuttle landete am Mittwoch pünktlich um 19.01 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida.

dpa WASHINGTON/HOUSTON. Bilderbuchlandung für „Discovery“: Nach einer 15-tägigen Reise zur Internationalen Raumstation (ISS) ist die US-Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord sicher zur Erde zurückgekehrt. Der Shuttle landete am Mittwoch pünktlich um 19.01 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida.

„Hallo, es ist gut, wieder in Florida zu sein“, meinte die Kommandantin Pamela Melroy. Auf ihrer Mission im All hatten die Astronauten die ISS weiter ausgebaut, so dass Anfang Dezember das europäische Weltraumlabor „Columbus“ angekoppelt werden kann. Dann fliegt auch der Deutsche Hans Schlegel (56) mit ins All. Der Start ist für den 6. Dezember geplant.

Das Landemanöver der „Discovery“ hatte um 17.59 MEZ begonnen, indem die Crew die Raumfähre in die entgegengesetzte Flugrichtung steuerte und die Triebwerke zündete. Dadurch verringerten sie die Fluggeschwindigkeit und die Raumfähre konnte in die Erdatmosphäre eintauchen. Vor dem Start am 23. Oktober hatte es Probleme wegen drei leicht defekter Hitzekacheln gegeben. Nasa-Sicherheitsexperten hatten zu einer Start-Verschiebung geraten. 2003 war der Shuttle „Columbia“ bei der Rückkehr wegen Defekten am Hitzeschild verglüht. Alle sieben Besatzungsmitglieder waren ums Leben gekommen.

Die „Discovery“-Mannschaft hatte auf der Reise einen der spektakulärsten Außeneinsätze in der neunjährigen Geschichte der ISS bewältigt. Dabei wurden zwei Risse in einem defekten Sonnensegel geflickt. Ohne diese „Notoperation“ wäre das Andocken von „Columbus“ im Dezember infrage gestellt gewesen. Zudem installierten die Astronauten das Verbindungsmodul „Harmony“, an das „Columbus“ angekoppelt wird.

Das in Bremen gebaute 880 Mill. Euro teure Labor „Columbus“ ist 13 Tonnen schwer, acht Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Darin sollen unter anderem Experimente an Zellen, Gewebekulturen und Mikroorganismen, kleinen Pflanzenarten und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit vorgenommen werden.

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