Raumfahrt
Weg für Raumlabor „Columbus“ ist frei

Mit einem Festakt ist am Dienstag in Bremen das Raumfahrtlabor „Columbus“ im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an die Europäische Raumfahrtagentur Esa übergeben worden. „Columbus“ soll Ende Mai von Bremen zum Kennedy Space Center in Florida transportiert werden.

dpa BREMEN. Mit einem Festakt ist am Dienstag in Bremen das Raumfahrtlabor „Columbus“ im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an die Europäische Raumfahrtagentur Esa übergeben worden. „Columbus“ soll Ende Mai von Bremen zum Kennedy Space Center in Florida transportiert werden.

Nach seinem Start mit einem US-Shuttle soll das Labor im Herbst 2007 an die Internationale Raumstation (ISS) andocken. Drei Crewmitglieder werden dann zahlreiche Experimente zur Erforschung der Schwerelosigkeit vornehmen.

Merkel lobte bei der Übergabe des Labors an die Europäische Weltraumorganisation Esa den Geist der internationalen Kooperationen während des Aufbaus der Raumstation. „Das zeigt, dass sich vertrauensvolle Zusammenarbeit heute voll entfalten kann“, sagte sie vor Vertretern aus Wissenschaft, Raumfahrtindustrie und Politik. Aus den Experimenten in verschiedenen Disziplinen ergäben sich wissenschaftliche Möglichkeiten von „unschätzbarem Wert“. Neben der Grundlagenforschung eröffneten sich durch die Raumfahrt auch große Nutzungsmöglichkeiten für den zivilen Sektor.

„Die Raumfahrt ist ein kleiner, aber ausgesprochen feiner Bereich in Deutschland“, sagte Merkel weiter. Daher sei es ein politisches Ziel, in der Raumfahrtindustrie mit dabei zu sein. Ziel sei es, Zukunftsmärkte zu eröffnen und die Innovationskraft auch kleinerer und mittlerer Unternehmen zu stärken. Deutschland werde sich außerdem im kommenden Jahr im Rahmen der Präsidentschaft in der Europäischen Kommission für die Förderung von Exzellenz-Forschung einsetzen. „Es kann nicht sein, dass Regionalprinzipien im Forschungs- und Innovationsbereich durchschlagen.“

Knapp zehn Jahre hatten mehrere 100 Ingenieure aus zehn europäischen Ländern an „Columbus“ gearbeitet. In dem rund acht Meter langen Labor mit einem Durchmesser von 4,5 Metern sind zehn international standardisierte Nutzlastschränke für Experimentieranlagen eingebaut. „Columbus“ wurde maßgeblich in Bremen beim Raumfahrtunternehmen EADS Space Transportation entwickelt und gebaut. 60 Prozent des Festpreises von 880 Mill. Euro gab EADS an kleine und mittelständische Betriebe und Partnerunternehmen in ganz Europa weiter.

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