Forschung + Innovation
Rot-Grün plant Gesetz zum Schutz vor Gentest-Missbrauch

Mit einem Gendiagnostik-Gesetz will Rot-Grün Menschen vor dem Missbrauch ihrer Daten aus Gentests schützen. „Wir wollen die aus einem Gentest gewonnenen Daten von Personen schützen und die Qualität dieser Untersuchungen sichern“.

dpa BERLIN. Mit einem Gendiagnostik-Gesetz will Rot-Grün Menschen vor dem Missbrauch ihrer Daten aus Gentests schützen. „Wir wollen die aus einem Gentest gewonnenen Daten von Personen schützen und die Qualität dieser Untersuchungen sichern“.

Das sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gudrun Schaich-Walch am Samstag der dpa. Die Teilnahme an Reihenuntersuchungen etwa von Krankenkassen könnten nur auf freiwilliger Basis geschehen. „Wenn es Gentestangebote beispielsweise für Forschungszwecke gibt - wir können solche Angebote nicht verhindern - dann sollte der Umgang mit den Daten und der Standard für die Untersuchung geregelt sein“, sagte die SPD-Gesundheitsexpertin.

Daran könnte auch eine größere Gruppe von Menschen teilnehmen. Massen-Gentests solle es aber nicht geben. Damit wies Schaich-Walch einen Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstag) zurück, wonach genau solche Massen-Tests gesetzlich erlaubt werden sollten.

Private Krankenkassen könnten aber möglicherweise mit Gentests Risiken von Patienten beurteilen und deren Versicherung davon abhängig machen, sagte Schaich-Walch. Gesetzliche Kassen dürften keine Risiken bewerten. Das Gesetz soll vor allem vor Diskriminierung schützen. Der Gesetzentwurf von Koalitionsfraktionen und Bundesregierung soll im kommenden Februar vorliegen.

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