Rückkehr
„Discovery“ landet sicher

Die US-Raumfähre "Discovery" ist am Samstagabend wieder sicher zur Erde zurückgekehrt. Trotz des Verlusts eines Metallteils am Vortag konnte das Shuttle unbeschadet landen.

HB BERLIN/CAPE CANAVERAL. Nach 14-tägiger erfolgreicher Mission ist die US-Raumfähre "Discovery" wieder sicher zur Erde zurückgekehrt. Der Shuttle setzte am Samstag pünktlich um 17.15 Uhr deutscher Zeit auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) auf, teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit. Knapp eine Stunde zuvor hatten Kommandant Mark Kelly und Pilot Ken Ham den Abstieg in die dichten Schichten der Atmosphäre eingeleitet.

Die "Discovery" war am 31. Mai zur Internationalen Raumstation ISS gestartet und hatte zwei Tage später dort angelegt. Sie brachte das Modul JPM für den japanischen Forschungskomplex "KIBO" ("Hoffnung") sowie Ersatzteile für die defekte ISS-Toilette auf die Umlaufbahn. Das JPM ist mit den Ausmaßen eines Busses das nunmehr größte Segment der Station. Es wurde im Laufe der drei Ausstiege der Shuttle-Astronauten Mike Fossum und Ron Garan angeschlossen.

Zudem tauschten die beiden Männer einen leeren Stickstofftank aus, montierten eine TV-Kamera und nahmen andere wichtige Inspektions- und Wartungsarbeiten vor. Sie wurden dabei auch vom japanischen Astronauten Akihiko Hoshide unterstützt.

Am Mittwoch hatte der Shuttle wieder von der ISS abgelegt und die Heimreise angetreten. Mit an Bord war diesmal auch der amerikanische Astronaut Garrett Reisman. Er hatte seit März in der ISS gearbeitet. Seinen Platz als zweiter Bordingenieur hat sein Landsmann Greg Chamitoff übernommen. Er bleibt mit den beiden Russen Sergej Wolkow und Oleg Kononenko bis Oktober in der Station.

Auf dem Heimweg hatte die "Discovery"-Besatzung noch eine Schrecksekunde zu überstehen. Denn am Seitenruder der Fähre hatte sich ein etwa 30 mal 45 Zentimeter großes Metallteil gelöst. Nach Ansicht von Kommandant Kelly bestand aber keine Gefahr für die Landung. Das Metallteil schützt die Bremsvorrichtung beim Start vor Überhitzung.

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