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Solar-Segler „Cosmos 1“ endgültig verloren

Der von einem russischem Atom-U-Boot abgeschossene Solar-Segler „Cosmos 1“ hat es nicht bis in den Weltraum geschafft. Die Raumsonde habe sich nicht von der defekten Rakete gelöst und sei mit auf die Erde gestürzt, teilte eine Sprecherin der russischen Konstrukteursfirma Lawotschkin mit.

dpa MOSKAU/WASHINGTON. Der von einem russischem Atom-U-Boot abgeschossene Solar-Segler „Cosmos 1“ hat es nicht bis in den Weltraum geschafft. Die Raumsonde habe sich nicht von der defekten Rakete gelöst und sei mit auf die Erde gestürzt, teilte eine Sprecherin der russischen Konstrukteursfirma Lawotschkin mit.

Kurz zuvor hatten die privaten amerikanischen Auftraggeber noch mitgeteilt, mehrere Observatorien wollten nach Signalen des Soldar-Seglers im Weltall suchen. Die mit einem neuentwickelten Sonnenantrieb ausgerüstete Raumsonde war am Dienstag auf einer „Wolna“-Trägerrakete von einem russischen Atom-U-Boot in der Barentssee abgeschossen worden. Dabei versagte die Trägerrakete. Bislang konnten die Trümmer nicht gefunden werden. Wissenschaftler hegten über Tage die schwache Hoffnung, dass „Cosmos 1“ auf einer nicht vorgesehenen Umlaufbahn um die Erde kreist.

„Cosmos 1“ sollte eigentlich bis auf eine Umlaufbahn in 825 Kilometer Höhe über der Erde aufsteigen. Die private amerikanisch- russische Sonde ist mit acht Sonnensegeln ausgestattet und sollte im Weltall allein vom Licht der Sonne angetrieben werden. Dabei prallen die Lichtpartikel von den 15 Meter großen Segeln wie Bälle ab. Durch diese winzigen Stöße sollte die Sonde beschleunigt werden. 2001 war bereits der erste Test einer „Cosmos“-Sonde fehlgeschlagen.

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